arrow-left-black arrow-right-black arrow-white-down arrow-white-up dd-logo-header-large-white dd-logo-header de en fi-x matrix-arrow-left matrix-arrow-right matrix-icon search-icon share-facebook share-google_plusone_share share-pinterest_share share-twitter social-icon-facebook social-icon-instagram social-icon-twitter
 

Dandy of the Week: Klaus Kinski (†)

Heute vor zwanzig Jahren ist Klaus Kinski gestorben. Grund genug ihn in stiller Demut und von gedämpften Fanfaren begleitet zum “Dandy of the Week” zu küren – ganz so, wie er es sicher nicht gewollt hätte.

Schon rein optisch taugte Kinski zum Dandy: Der Exzentriker mit dem starken und bisweilen irren Ausdruck in den Augen sah nicht nur in Anzug und Smoking fantastisch aus, nein, er tat es auch dann noch, wenn er daumennuckelnd auf einem Frauenbauch lag. Und das tun ja nun wirklich die wenigsten Männer. Kinski, dieser wunderschöne wilde Mann.

Kinski spielte in mehr als 130 Filmen mit, die er zum großen Teil zum Kotzen fand. Sowieso fand er ziemlich viele Dinge ziemlich scheisse. Nur sich selbst fand er gut und wenn er es mal nicht tat, dann ließ er seine Wut an Dritten aus, wie sich eindrucksvoll auf diversen YouTube-Videos nachschauen lässt.

Die Schauspielerei betrieb er sowieso nur des Geldes wegen, wie er sagte:

“Ich habe längst begriffen, daß ich mir die Filme nicht aussuchen kann, vor allem nicht, da ich immer Geld brauche. Es lohnt sich auch nicht, sie auszusuchen. Einer ist wie der andere, und alle zusammen sind es nicht wert. Was bleibt mir anderes übrig, als aus diesem Müll das Bestmögliche zu machen. “

“Da wir kein Geld besitzen, nehme ich den ersten besten Film an. Wie eine Hure auf dem Strich, die den ersten besten Kunden akzeptiert.”

“Filme machen, bedeutet Geld. Geld bedeutet, sich freizukaufen aus der Sklaverei. Ich mache also weiter.”

Seine größte, wichtigste und erbarmungsloseste Inszenierung war dann auch die seines eigenen Lebens. Er spielte genau die Rolle, die er für sich vorgesehen hatte – mit aller Härte gegen sich selbt.

Lutz Pehnert kommentierte dazu: “Kinski ist ein grandioser Verkäufer, ein Pionier der Selbstvermarktung und -Verklärung: Er rezensiert seine Aufführungen und lobt sich darin geradezu hymnisch. Er lässt teure “Starfotos” drucken und verschickt sie an Journalisten. Er schreibt anonyme Verehrerbriefe, die er in seine Programmhefte und auf seine Schallplattenhüllen drucken lässt. Mit 25 Jahren verfasst er seinen ersten autobiografischen Bericht: das dramatische Leben eines Wunderkindes und eines unverstandenen Genies. Beharrlich und konsequent erschafft Kinski das  Bild, das andere von ihm haben sollen.”

Das macht Klaus Kinski natürlich zum regelrechten Prototypen eines Dandies. Es ging ihm immer um den Schein, um das Bild, das andere von ihm haben sollen. Er stellte sich in den Dienst seiner Rolle. Der des Klaus Kinski.

Die letzten Worte dieser Ehrung zum “Dandy of the Week” überlassen wir Klaus Kinski selbst, der einst über sich sagte – und damit natürlich recht hatte:

“Ich war nicht hervorragend. Ich war nicht ausgezeichnet. Ich war monumental! Ich war epochal!”

Bilder: morgenpost.de, muenstergass.ch, tumblr.com, sol.de

Zitate aus Klaus Kinskis Autobiografie

 

 

SPECIAL

TRENDS

 

C’est cool: Patches!

Wir wünschen uns ganz dringend Jacken, Hosen oder Sweater, auf denen unzählige Patches aufgenäht sind.

Da wir weder Bock noch Zeit für ein fabulöses DIY-Werk haben, bitten wir hiermit freundlichst alle PR-Agenturen dieses Planeten uns Designs ihrer Modemacher, auf denen Patches zu finden sind, per Eilpaket zu kommen zu lassen (Adresse: siehe Impressum)

Wie so oft war Raf Simons Vorreiter beim Trend `Patches`. Oder zu mindestens der Designer, dessen Einfluss auch in den Kollektionen der anderen Designer zu sehen ist. Simons zeigte in seiner SS 2015 Kollektion Entwürfe, auf denen Abbildungen von persönlichen Erinnerungen (Familie, Freunde, Astronaut, Hai etc.), zu sehen waren.  Er nutze die Patches als eine Art Moodboard.

Kit Neale und Astrid Andersen haben in ihren aktuellen Kollektionen (AW 2015) ihre Hosen mit Patches veredelt. Sandro PARIS die sowieso schon ultra-scharfen Lederjacken. Und der dänische Jungdesigner Martin Mitchell eine Jeansweste.

Die Regel “je mehr desto besser” gilt natürlich auch beim Patches Trend! Go for it!

 

NEWS

 

Mega-Wachstum: Hedi Slimane hat den Umsatz von SAINT LAURENT in nur drei Jahren verdoppelt

Man kann von der überholten Skinny-Silhouette, der immer gleichen Lederjacke oder dem ständigen Rückgriff auf die 1970er und Glamrock halten was man mag: die Leute kaufen den Shit.

Seit Hedi Slimane vor drei Jahren Creative Director bei SAINT LAURENT wurde, haben sich die Umsätze verdoppelt. Allein 2014 ist der Jahresumsatz um 27 Prozent auf 707 Millionen Dollar gestiegen – das hat der Luxuskonzern KERING, zu dem Saint Laurent gehört, mitgeteilt.

Für eine vorwärtsgewandte, avantgardistische Mode ist das ein eher nicht so gutes Zeichen.

Interessant wird nun zu sehen sein, ob GUCCI nach dem gleichen Prinzip geführt werden wird. Das italienische Label ist mit 3,5 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr die mit Abstand größte Marke im KERING-Konzern – und hat seit diesem Jahr mit Alessandro Michele einen neuen Creative Director.

Von: Jakob

LOOKBOOKS

VIDEO

FASHION SHOWS

 

New York Fashion Week: Hood by Air AW 2015

HOOD BY AIR präsentierte die neuen Kollektion “Daddy” in kellerartigen Räumlichkeiten in der Wall Street, dem Zentrum der Finanzen.

HBA Mastermind Shayne Oliver zeigte Klassiker der Mode wie Button-Down Shirts, Pullover und  Polo T-Shirts in der typischen Unisex Hood by Air Silhouette. So kam es zu Hybriden aus Poloshirt und Kleid. Oder Camel Coat und Tank Top.

Die Models trugen Schlösser vor dem Mund und Strumpfhosen über dem Kopf, wie ein Einbrecher. Der Soundtrack der Show Total Freedom wurde schlagartig beendet, es folgte Jazz, unterlegt mit einem Zitat der Show Empire:

“I wanna show you a faggot really can run this company”.

Wie sehr HBA auch in der Kunstwelt angekommen ist, zeigte sich an den Gästen der Show, unter anderem waren Klaus Biesenbach und Grace Coddington gekommen, um Olivers neue Arbeit zu begutachten.

Es scheint als wäre HBA, auch nach dem Diss von dem einstigen Supporter A$AP ROCKY, nach schwer angesagt.

 

 

 

LOOKS

INSTAGRAM

10949065_1533438423582722_1980345113_n

As usual terrifc setdesign at Henrik Vibskov!

#parisfashionweek