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Dandy of the Week: Klaus Kinski (†)

Heute vor zwanzig Jahren ist Klaus Kinski gestorben. Grund genug ihn in stiller Demut und von gedämpften Fanfaren begleitet zum “Dandy of the Week” zu küren – ganz so, wie er es sicher nicht gewollt hätte.

Schon rein optisch taugte Kinski zum Dandy: Der Exzentriker mit dem starken und bisweilen irren Ausdruck in den Augen sah nicht nur in Anzug und Smoking fantastisch aus, nein, er tat es auch dann noch, wenn er daumennuckelnd auf einem Frauenbauch lag. Und das tun ja nun wirklich die wenigsten Männer. Kinski, dieser wunderschöne wilde Mann.

Kinski spielte in mehr als 130 Filmen mit, die er zum großen Teil zum Kotzen fand. Sowieso fand er ziemlich viele Dinge ziemlich scheisse. Nur sich selbst fand er gut und wenn er es mal nicht tat, dann ließ er seine Wut an Dritten aus, wie sich eindrucksvoll auf diversen YouTube-Videos nachschauen lässt.

Die Schauspielerei betrieb er sowieso nur des Geldes wegen, wie er sagte:

“Ich habe längst begriffen, daß ich mir die Filme nicht aussuchen kann, vor allem nicht, da ich immer Geld brauche. Es lohnt sich auch nicht, sie auszusuchen. Einer ist wie der andere, und alle zusammen sind es nicht wert. Was bleibt mir anderes übrig, als aus diesem Müll das Bestmögliche zu machen. “

“Da wir kein Geld besitzen, nehme ich den ersten besten Film an. Wie eine Hure auf dem Strich, die den ersten besten Kunden akzeptiert.”

“Filme machen, bedeutet Geld. Geld bedeutet, sich freizukaufen aus der Sklaverei. Ich mache also weiter.”

Seine größte, wichtigste und erbarmungsloseste Inszenierung war dann auch die seines eigenen Lebens. Er spielte genau die Rolle, die er für sich vorgesehen hatte – mit aller Härte gegen sich selbt.

Lutz Pehnert kommentierte dazu: “Kinski ist ein grandioser Verkäufer, ein Pionier der Selbstvermarktung und -Verklärung: Er rezensiert seine Aufführungen und lobt sich darin geradezu hymnisch. Er lässt teure “Starfotos” drucken und verschickt sie an Journalisten. Er schreibt anonyme Verehrerbriefe, die er in seine Programmhefte und auf seine Schallplattenhüllen drucken lässt. Mit 25 Jahren verfasst er seinen ersten autobiografischen Bericht: das dramatische Leben eines Wunderkindes und eines unverstandenen Genies. Beharrlich und konsequent erschafft Kinski das  Bild, das andere von ihm haben sollen.”

Das macht Klaus Kinski natürlich zum regelrechten Prototypen eines Dandies. Es ging ihm immer um den Schein, um das Bild, das andere von ihm haben sollen. Er stellte sich in den Dienst seiner Rolle. Der des Klaus Kinski.

Die letzten Worte dieser Ehrung zum “Dandy of the Week” überlassen wir Klaus Kinski selbst, der einst über sich sagte – und damit natürlich recht hatte:

“Ich war nicht hervorragend. Ich war nicht ausgezeichnet. Ich war monumental! Ich war epochal!”

Bilder: morgenpost.de, muenstergass.ch, tumblr.com, sol.de

Zitate aus Klaus Kinskis Autobiografie

 

 

SPECIAL

NEWS

 

Liste mit allen Modemarken, über die JAY Z je gerappt

Dazed & Confused Journalistin, Rap-Fan und Zahlenfrau Katerine Bernhard hat es sich zur Aufgabe gemacht den Zusammenhang von Hip Hop und Mode zu analysieren. Vor rund einem Jahr hat sie eine Statistik angefertigt, in der Bernhard auflistete, welche Modelabels besonders oft in den Lyrics der US Rapper genannt werden.

Bernhard fand heraus, dass über kein Label mehr gerappt wurde, als GUCCI, doch seit 2008 schwindet die Omnipräsenz des italienischen Luxuslabels. Die Präsenz von GUCCI im Hip Hop sinkt pro Jahr um rund 23%. Und auch über LV wird immer weniger gerappt, dafür tauchen verstärkt neue Labels in den Lyrics der Rap-Giganten auf:

Tom Ford – beispielsweise – kam 2013 rund 23% öfter in den Rap Lyrics vor, als es noch 2008 der Fall war. Das erste Mal, dass Ford überhaupt in einem Rap Song genannt wurde, war 2008. Seit dem Ricardo Tisci verantwortlich bei Givenchy ist, erwähnten Rapper das französische Modehaus 95% mal mehr in ihren Texten.

Für ihr neuestes Projekt hat sich Bernhard ausschließlich mit den Lyrics von JAY Z auseinandergesetzt. Sie hat analysiert über welches Fashion Item JAY Z rappt, in welchem Jahr er das tat, in welchem Song, ob es einen Guest-Rapper gab. Alle Labels, über die der US Rapper jemals gerappt hat, hat Bernhard zum Ende ihrer Analyse in eine Textbox einfügt.

Die chronologische Auflistung aller JAY Z Hits mit Modebezug wirkt wie eine Autobiographie des US Rappers. Über den Zusammenhang von Mode und Hip Hop sagt die Expertin Bernhard folgendes: ”Ich denke nicht, dass Rapper ausschließlich Mode kommentieren, sie sind nicht nur Beobachter, sondern beeinflussen auch die Mode”.

Da mag sie nicht Unrecht haben. Jüngstes Beispiel für diese Aussage ist “Mulitply” von A$AP ROCKY, in dem der Rapper erklärt, dass BEEN TRILL und HOOD BY AIR nicht mehr cool sind. Eine Botschaft, die in der Branche sicherlich gehört wird.

Bernhard hat alle von JAY Z genannten Labels auf ein T-Shirt drucken lassen – das “Swanky Tee”. Bernhards Projekt könnt ihr bei KICKSTARTER unterstützen.

 

LOOKS

TRENDS

 

Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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