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SPECIAL

NEWS

 

Zitat des Tages: Kanye West disst Balenciaga

Im Interview mit der amerikanischen GQ hat das lässige Großmaul Kanye West mal wieder ein bisschen rumgedisst. Wir finden das logischerweise total super und zitieren den Meister der Angeberei hier einfach mal im Wortlaut:

“Alexander Wang made sure that I was able to go to a Balenciaga show, and I was never allowed to do that before because I was a celebrity. Listen to what I’m saying—me, as Kanye West: I guarantee you, I’m more than 50 percent responsible for every men’s shoe that they sell. Me, the singular person. More than 50 percent responsible for every Balenciaga shoe they sell.”

Wir finden das eine gewagte, aber angemessen größenwahnsinnige These – und hoffen, dass er sowas bald auch über seinen neuen Partner ADIDAS sagen wird. Spätestens das wäre dann wohl Yeezus-like.

FASHION SHOWS

TRENDS

 

C’est cool: Patagonia Fleecepullover

Der Fleecepullover von PATAGONIA ist neben den TEVA Sandals das wichtigste Bekleidungsstück eines Normcorers.

Der Normcore Trend hat die US-Outdoormarke in die Trendbezirke dieser Welt katapultiert. Eine Entwicklung, die so für den Gründer Yvon Chouinard sicherlich nicht absehbar war, als er in den 60er Jahren mit dem Verkauf von Kletterhaken begann. Erst später kam Patagonia – seine Bekleidungsmarke hinzu.

Chouinard sorgte mit seiner Marke dafür, dass Bergsteiger in Pullovern aus Synthetikstoffen, in knallig-bunten Farben die Berge hinauf kraxelten, zuvor trugen sie farblose, feuchtigkeitsabsorbierenden Schichten von Baumwolle, Wolle und Daunen.

Das ultra-scharfe Logo, welches ihr immer gut sichtbar tragen solltet, damit auch erkannt wird, welche Marke ihr tragt, stellt die Silhouette des Fitz Roy – einem Berg, welcher in den argentinisch-chilenischen Anden gelegen ist – dar.

Man darf davon ausgehen, dass der Übertrend Normcore uns noch ein paar Saisons begleiten wird. Daher wäre ein Fleece Pullover von Patagonia sicherlich nicht die schlechteste Investition.

 

LOOKBOOKS

 

La Familia: Lanvin FW 2014 Kampagne

Neben KENZO ist LANVIN derzeit das Modehaus, welches uns von Saison zu Saison mit stets unterhaltsamen, bisweilen äußerst amüsanten Kampagnen verzückt.

Mal unterbricht Lanvin Designer Alber Elbaz per Sykpe ein Shooting, um seine Kommentare abzugeben. Mal lässt er seine Models im vornehmen Hotel zu Pitbulls “I want you want me” tanzen.

In der neuesten Kampagne  dreht sich alles um das ‘Model-of-the-Moment’ Edie Campbell, beziehungsweise um deren Familie.

Im Video und auf den Fotos zur Kampagne sind Campbells Mutter, Vater, Schwester, Bruder  sowie eine wilder Horde Cousins zu sehen. Unser Liebling: ihr Bruder Arthur, dessen Vokuhila länger ist, als die Beine von Toni Garrn.

Die Familiengeschichte stellt eine Referenz an das ‘Mutter / Tochter / Logo’ von Lanvin dar. Im dreiminütigen Kampagnenvideo sieht man die Familienmitglieder mit einem Fussball spielen, sich umarmen und rumalbern. Und, nicht zu vergessen, das Pferd von Edie Campbell. Wie in allen Lanvin Videos hat auch Pummelchen Elbaz seine Szene.

Die Kampagne hat – wie man unschwer am Set erkennen kann – Fantast Tim Walker geschossen. Für das Video war Guy Stephens verantwortlich.

 

LOOKS

INSTAGRAM

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Next Level Yeezus

#1luv

VIDEO

 

Dandy of the Week: Klaus Kinski (†)

Heute vor zwanzig Jahren ist Klaus Kinski gestorben. Grund genug ihn in stiller Demut und von gedämpften Fanfaren begleitet zum “Dandy of the Week” zu küren – ganz so, wie er es sicher nicht gewollt hätte.

Schon rein optisch taugte Kinski zum Dandy: Der Exzentriker mit dem starken und bisweilen irren Ausdruck in den Augen sah nicht nur in Anzug und Smoking fantastisch aus, nein, er tat es auch dann noch, wenn er daumennuckelnd auf einem Frauenbauch lag. Und das tun ja nun wirklich die wenigsten Männer. Kinski, dieser wunderschöne wilde Mann.

Kinski spielte in mehr als 130 Filmen mit, die er zum großen Teil zum Kotzen fand. Sowieso fand er ziemlich viele Dinge ziemlich scheisse. Nur sich selbst fand er gut und wenn er es mal nicht tat, dann ließ er seine Wut an Dritten aus, wie sich eindrucksvoll auf diversen YouTube-Videos nachschauen lässt.

Die Schauspielerei betrieb er sowieso nur des Geldes wegen, wie er sagte:

“Ich habe längst begriffen, daß ich mir die Filme nicht aussuchen kann, vor allem nicht, da ich immer Geld brauche. Es lohnt sich auch nicht, sie auszusuchen. Einer ist wie der andere, und alle zusammen sind es nicht wert. Was bleibt mir anderes übrig, als aus diesem Müll das Bestmögliche zu machen. “

“Da wir kein Geld besitzen, nehme ich den ersten besten Film an. Wie eine Hure auf dem Strich, die den ersten besten Kunden akzeptiert.”

“Filme machen, bedeutet Geld. Geld bedeutet, sich freizukaufen aus der Sklaverei. Ich mache also weiter.”

Seine größte, wichtigste und erbarmungsloseste Inszenierung war dann auch die seines eigenen Lebens. Er spielte genau die Rolle, die er für sich vorgesehen hatte – mit aller Härte gegen sich selbt.

Lutz Pehnert kommentierte dazu: “Kinski ist ein grandioser Verkäufer, ein Pionier der Selbstvermarktung und -Verklärung: Er rezensiert seine Aufführungen und lobt sich darin geradezu hymnisch. Er lässt teure “Starfotos” drucken und verschickt sie an Journalisten. Er schreibt anonyme Verehrerbriefe, die er in seine Programmhefte und auf seine Schallplattenhüllen drucken lässt. Mit 25 Jahren verfasst er seinen ersten autobiografischen Bericht: das dramatische Leben eines Wunderkindes und eines unverstandenen Genies. Beharrlich und konsequent erschafft Kinski das  Bild, das andere von ihm haben sollen.”

Das macht Klaus Kinski natürlich zum regelrechten Prototypen eines Dandies. Es ging ihm immer um den Schein, um das Bild, das andere von ihm haben sollen. Er stellte sich in den Dienst seiner Rolle. Der des Klaus Kinski.

Die letzten Worte dieser Ehrung zum “Dandy of the Week” überlassen wir Klaus Kinski selbst, der einst über sich sagte – und damit natürlich recht hatte:

“Ich war nicht hervorragend. Ich war nicht ausgezeichnet. Ich war monumental! Ich war epochal!”

Bilder: morgenpost.de, muenstergass.ch, tumblr.com, sol.de

Zitate aus Klaus Kinskis Autobiografie