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Dandy of the Week: Kemara Pol

Kemara Pol ist Chefredakteur des österreichen Andy Art Magazines, Fashion Week-Jetsetter und Dandy Diary-Freund. Vor allem in letzterer Funktion hat er uns am Sonntag in Wien der Arsch gerettet.

In den Wirren der vorangegangenen Nacht haben David und ich beide unser gesamtes Barvermögen veräußert und zu allem Überdruss noch sämtliche Bankkarten und andere Wichtigkeiten verloren, verschenkt oder irgendwo liegen gelassen. Wir waren also ziemlich pleite, als wir Mittags, nach mehrmaliger Aufforderung und ziemlich verwirrt, unsanft aus den Hotelzimmern geschmissen wurden.

In der spätsommerlichen Hitze Wiens wären wir wohl auf offener Straße an Wassermangel verendet, wenn da nicht Kemara gewesen wäre. Der nämlich hat uns ohne lang nachzudenken, ohne Misstrauen zu äußern und ohne weitere Fragen nach dem “Warum” zu stellen Geld geliehen. Das rechnen wir ihm sehr, sehr hoch an. Zwei derart abgekämpften Männern voraussetzungslos Geld zu leihen – das hätte nicht jeder getan.

Daher ist Kemara, dieser edle Mann, unser “Dandy of the Week”. Jawohl!

- Szenenapplaus -

- Abgang weißer Ritter -

 

Foto: Styleclicker

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Die Weltmarke ADIDAS und das Problem “Herzogenaurach”

Obwohl ADIDAS zwar neulich in einem fantastischen Bitch-Move drei ehemalige Top-Designer vom härtesten Konkurrenten NIKE abgeworben hat, scheint es der Marke mit den drei Streifen nicht immer ganz leicht zu fallen, neue Mitarbeiter zu gewinnen – was wohl auch am brutal ländlichen Standort Herzogenaurach liegt.

Während NIKE im hippen Portland (Oregon), das immerhin 600.000 Einwohner hat, als Hipster-Heaven gilt und mit seiner Nähe zu den asiatischen Turnschuhproduktionssweatshops geografisch ganz gut gelegen ist, sitzt, gibt es für die ADIDAS-Mitarbeiter nichtmal einen Zug vom nächsten Flughafen in Nürnberg nach Herzogenaurach. Wer kein Auto hat, ist aufgeschmissen.

Gegenüber dem “Business Insider” lässt sich ein anonymer ehemaliger ADIDAS-Mitarbeiter aus Herzogenaurach folgendermaßen zitieren: “It is so odd that this company is in the middle of farmland. It doesn’t have anything to do with style.”

Wie genau man ein globales Lifestyle-Unternehmen aus der Provinz heraus führen soll, ist uns hier bei DANDY DIARY übrigens auch eher unklar. Dass auch “Global Creative Director” Dirk Schönberger lieber in Berlin-Mitte als in Herzogenaurach wohnt, verwundert daher nicht wirklich.

Um mehr potentielle Mitarbeiter nach Bayern zu locken, hat ADIDAS sogar eine eigene Micro-Page erstellt, auf der Videos zu sehen sind, von den ganzen vielen internationalen, fröhlichen Mitarbeitern, die sich total wohl im total internationalen, total fröhlichen Herzogenaurach fühlen.

Für die drei Ex-NIKE-Designer indes, die offensichtlich keinen Bock darauf haben, in der bayrischen Provinz zu leben, wird ADIDAS in 2015 eigens ein “Creative Studio” im New Yorker Stadtteil Brooklyn eröffnen. Wir gehen davon aus, dass dieses Zugeständnis ein nicht unwichtiger Teil des Deals der drei war.

Von: Jakob

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Trend research Dandy Dave is looking for new fancy fashion trends!

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