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Dandy of the Week: Christian von Boetticher

Christian Ulrik von Boetticher (40) ist ein Kavalier alter Schule. Er hat nicht nur seiner Geliebten (17) – denn das war sie ja tatsächlich, er sagte: “Es war schlichtweg Liebe” – romantische Briefe geschrieben (wenn auch ganz modern via Facebook) und klassisch bei ihren Eltern um Erlaubnis für diese Liebe gebeten, nein, er war auch so sehr Gentleman, dass er für die erste Nacht der Zusammenkunft einen von der Vergangenheit unbefleckten, einen gewissermaßen jungfräulichen Ort wählte. Christian von Boetticher bettete seine Angebetete auf frisch geschwaschene Hotelkissen. Romantisch.

Was danach geschah, wissen wir noch nicht so richtig. Diverse Boulevard-Zeitungen werden aber sicher ihr Möglichstes tun und versuchen es rauszukriegen. Was wir jedoch jetzt bereits wissen, ist, dass Christian von Boetticher ein wahrer Dandy ist. Das sagt uns auch sein passend zur Augenfarbe ausgewählter Siegelring.

Der schöne Schein, die klassische Geste und ein Hang zu gesellschaftlich etwas verpöhnten Liebeleien machen ihn daher zu unserem “Dandy of the Week”.

Christian von Boetticher – für uns bist du der Bundespräsident der Herzen. Deine Ruckrede ist die von der Liebe.

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Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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