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Dandy of the Week: Bushido

Aktuell regen sich scheinbar alle Gutmenschen des Web 2.0 und Claudia Roth von den Grünen darüber auf, dass der Rap-Musiker Bushido einen Bambi-Preis für Integration bekommen soll – und dabei doch ständig homophobe und frauenfeindliche Dinge sagt. Wir sagen: soll er doch. Wir finden Bushido nämlich rattenscharf. Und das hat Gründe.

Er hat nicht nur dafür gesorgt, dass der Undercut als Haarschnitt in der Unterschicht deutlich eher trend war, als bei all den ach so avantgardistischen Modeleuten.

Nein, er hat auch zu Zeiten, in denen die Modelle “Wayfarer” und “Clubmaster” des Sonnenbrillenherstellers Ray Ban total en vogue waren, stets seinen eigenen Stil bewahrt. Er trug und trägt das Model RB 4057. Ein Klassiker, den auch Mitglieder der Hells Angels seit jeher zu schätzen wissen.

Außerdem weiß Bushido sich dem jeweiligen Anlass entsprechend zu kleiden – auch das zeichnet einen wahren Dandy aus.

Singt er Zeilen, wie “Ein Schwanz in den Arsch, ein Schwanz in den Mund. Ein Schwanz in die Fotze, jetzt wird richtig gebumst”, vor seinem Stammpublikum, dann trägt er gerne bequeme Sportkleidung und weite T-Shirts. Damit passt er sich seinem Umfeld an. Er ist schließlich einer von ihnen, will doch auch nur dazu gehören.

Auf Preisverleihungen zeigt Bushido, der bürgerlich übrigens Anis Mohamed Youssef Ferchichi heißt und mit diesem Namen wohl niemals auf die Gästeliste ebensolcher Events gekommen wäre, auch gerne mal, dass er eine Schleife binden und einen Smoking tragen kann. Sieht gut aus, dieser Typ – und dabei natürlich nie schwul. Schließlich hat Bushido den Trend der Metrosexualität (Kevin Kuranyi-Bart und rosa Poloshirts) längst hinter sich gelassen. Seine Augenbrauen zupft er nicht. Den Vorwurf der so genannten “Uni-Brow”, der Monobraue, hält er aus. Er ist schließlich ein Mann.

Weil Bushido, der einst sang “Ihr Tunten werdet vergast”, den Bambi für Integration heute Abend hoffentlich bekommen wird, möchten wir ihm hiermit gratulieren – und ihn im gleichen Atemzug, quasi als Extra-Preis zu einer Runde Barebacking in den Hamburger, nun ja, “Szene”-Club Sportplatz einladen. Seinen Preis kann er sich dann da abholen.

 

LOOKBOOKS

 

FEEAS 2014 TOOLS Collection

Eine Kette, an der eine Metallzange baumelt, fotografiert auf einer behaarten Brust. Mehr Mann geht nicht.

Hinter dem außergewöhnlichen Schmuckprojekt FEEAS steckt Remedios, eine Designerin, die aus Madrid, Spanien, kommt und ihr Geld ursprünglich  als Grafikerin in der Werbung verdient hat. Doch irgendwann beschloss Remedios die Werbewelt zu verlassen, um sich selbst zu verwirklichen (Oh yeah!).

Ein Großteil ihrer Ketten für FEEAS – Made to Dislike –  besteht aus Flohrmarktfunden, denen durch eine individuelle Bearbeitung ein neuer Touch verliehen wird. Ein ähnliches Vorgehen, wie das auch in Madrid lebende Designer-Duo ANDRESGALLARDO, die auch auf spanischen Flohmärkten nach Elemente für ihre Kette suchen.

Doch im Gegensatz zu den Ketten von ANDRESGALLARDO wirken die Schmuckstücke von FEEAS vergleichsweise männlich, schwer und bisweilen angsteinflößend.

 

TRENDS

 

The Lamest Items of Clothing Recent History

Mode kann gnadenlos sein. Sie kann einen Angriff auf das Gemeinwohl darstellen. Das COMPLEX Magazine hat die schlimmsten Vorfälle in der jüngsten Geschichte in einer Hitlist des Grauens zusammengefasst:

Sleeveless Hoodies: Die ärmellosen Hoodies waren 2006 populär. Es war die Zeit, in der Justin Bieber zum Mann wurde. Das Pop-Idol, dem weltweit wenige Jahre später größter Respekt gezollt wurde, weil er mit einer brasilianischen Transe Geschlechtsverkehr hatte (sehr modern), war ein großer Fan der Hoodies. AMERICAN APPAREL, damals noch schwer angesagt, war die Marke, von der die ärmellosen Hoodies gekauft werden mussten. Ähnlich schlimm wie die Sleeveless Hoodies ist übrigens die Kombination aus Jackett und Kapuzenpullover. Ein Trend, der frühen 2000er, bei dem nicht ausgeschlossen ist, dass wir schon bald seine Rückkehr fürchten müssen.

Shants: Unter Shants versteht man lange Hosen, die mit Hilfe eines Reißverschluss in eine kurze Hose transformiert werden können. Der Begriff Shants war uns neu, da haben wir etwas gelernt, thank you, thank you, COMPLEX Magazine! Grundsätzlich finden wir den Gedanken der Transformation einer Hose durch Zipper gar nicht mal so übel. 1996 – dem Jahr der Shants – sah das natürlich noch ziemlich daneben aus. Beigefarbene Stoffhosen, deren Träger um Lässigkeit zu demonstrieren, gern ein Bein lang, ein Bein kurz getragen haben. Das war unschön. Doch wir finden, dass es höchste Zeit für eine zeitgemäße Variante der Shants ist.

Capris: Kein Männerbein wird jemals gut einer Caprihose aussehen. Denn Männerbeine sind, wenn man nicht gerade sein Geld mit dem Radsport verdient oder die alles verändernde Schallmauer Pubertät noch nicht durchbrochen hat, eine verdammt haarige Angelegenheit. Ein haariges Bein in einer weißen 3/4 Hose. Das kann nicht gut gehen.Wie schlimm eine Caprihose aussieht, bewies zuletzt der Rapper Pitbull der geschockten Weltöffentlichkeit bei seinem Auftritt bei der Eröffnungsfeier des “FIFA World Cup 2014″. Männer, deren Stampferl in einer 3/4 Hose stecken, sind mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zurechnungsfähig, daher Sicherheitsabstand wahren.

Sommerschal: Irgendjemand sollte all den Mittvierzigern erklären, dass ein Sommerschal zu zartosa La Martina Hemd und hellblonden Strähnchen eine fiese Angelegenheit ist. Der Schal, als modisches Statement, war vor vielen Jahren mal eine schöne Sache. Man denke an die Zeiten des Existenzialismus. Doch die Zeiten sind vorbei. Vielleicht für immer.

Mehr über Fashion Fauxpas der jüngsten Geschichte – darunter die Newsboy Cap, Fingerless Gloves und Chubbies – erfahrt ihr beim COMPLEX Magazine.

LOOKS

SPECIAL

NEWS

 

Copenhagen Fashion Week: diesmal ohne WOOD WOOD

Kommende Woche beginnt die vielleicht schönste Fashion Week auf der ganzen Welt: die Copenhagen Fashion Week (CFW).

Wir freuen uns schon wie Sau und überlegen seit Tagen, welche Adiletten wir denn nun mitnehmen sollen: die blauen oder die schwarzen. Es ist ein so dermaßen hartes Dasein, als Modeblogger. Das könnt ihr euch gar nicht vorstellen.

Egal. Wir werden das schon hinkriegen. Macht euch keine Sorgen um uns. Es geht uns den Umständen entsprechend gut.

Wie wir bei unserer Vorbereitung auf die CFW jedoch mit Bedauern festgestellt haben, wird das schwer angesagte und von uns sehr geliebte dänische Streetwear-Label WOOD WOOD in dieser Saison keine Show veranstalten. Das schmerzt natürlich sehr, waren die WOOD WOOD Shows doch immer eines der Highlights der Modewoche.

Wir haben deshalb mal ganz besorgt bei unseren Freunden vom Label nachgefragt, was zur Hölle denn da los ist – und die antworteten ganz skandinavisch entspannt:

“Ja, stimmt, wir zeigen diesmal nicht auf der Fashion Week. Wir haben uns dazu entschlossen, uns auf die Eröffnung unseres Londoner Showrooms und Büros zu konzentrieren.”

Ganz ohne WOOD WOOD läuft die CFW dann aber doch nicht. Am Mittwoch, 6. August, zeigt das Label auf der Kopenhagener Messe “Gallery Fair” die neue Kollektion und am Donnerstag, 7. August, wird im WOOD WOOD-Store, in der Grönnegade 1, der Launch der neuen Y-3 Kollektion gefeiert.

Das wird beides natürlich total super. Wir freuen uns schon drauf – und können darüber fast verzeihen, dass es in dieser Saison keine echte Modenschau geben wird.

Von: Jakob

 

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Sooo sexy RiRi sporting boxers from @samsonstudio!

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