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Dandy Diary vs. Affa Osman

Face of the Facehunter

Ein Moment ist kurz, ein Leben ist lang. Doch sind es gerade Momente, die ein menschliches Leben entscheidend prägen können. Als der Facehunter, Streetstyle-Blogger der ersten Stunde, während der Paris Fashionweek seine Kamera zückte und das Model Affa Osman abknipste, war so ein Moment gekommen. Es war der Moment von Affa Osman. Sein Konterfei schaffte es wenig später auf die englische Version des Buchs zum Blog. Der Siegeszug des gertenschlanken Äthiopiers begann. In einer Kreuzberger Kneipe sprach ich mit ihm über Diziplin, sein Dasein als Coverboy und pummelige Zeiten im Kindesalter.

Illustration: Karin Bohrmann ; Affa Osman und Facehunter, der von Schwedinnen umschwirrt wird

Zwischen zwei Männerschauen in Paris hat dich Yvan Rodic, besser bekannt als der Facehunter, fotografiert. War dir damals klar, dass der Starblogger vor dir stand?

Nein, mir war nicht klar, dass der Facehunter mich ablichtete. Den Blog kannte ich, jedoch wusste ich nicht, wer hinter dem Streetstyle-Blog steckt. Während den Schauen in Paris kommt es oft vor, dass man fotografiert wird. Mir war nicht klar, dass Mr. Rodic sein Objektiv auf mich gerichtet hatte.

Dass dich Yvan Rodic zum Coverboy seines Buchs machte, hat dein Leben massiv beeinflusst. Was passierte nach Veröffentlichung des Buchs?

Viele Modelagenturen, besonders die aus London, riefen mich an. Sie wollten mich in ihren Agenturen. Zeitungen haben über mich geschrieben. Und in der Schweiz, meiner Heimat, wurde ich sogar in Fernsehshows eingeladen. Unglaublich, dass ein Foto einen derartigen Hype auslösen kann. Ein irres Gefühl, wenn du an einem mannshohen Poster vorbeigehst auf dem dein Konterfei prangt.

Affa, dein Vorname, bedeutet „Mensch, der schnell vergibt“. Vergibst du mir, wenn ich sage, dass du als Kind nicht gerade wie ein Coverboy, sondern vielmehr wie ein kleines Pummelchen ausgesehen hast?

Dass klingt dramatisch, sehr dramatisch. Doch ich muss zugeben, dass ich damals wirklich ein wenig rundlicher war, daher vergebe ich dir. Früher habe ich wirklich alles gegessen. Wenn ich alles sage, meine ich auch alles.

Welche radikalen Diäten waren nötig um zu deinen heutigen Modelmaßen zu gelangen?

Dank meiner Veranlagung, Äthiopier sind recht oft schlank, waren keine Diäten nötig um zu meinen heutigen Maßen zu gelangen. Pfunde haben sich im Laufe meiner Pubertät in Zentimeter verwandelt, nicht schlecht, oder? Dass ich auf eine gesunde Ernährung achte, ist für mich eine Selbstverständlichkeit, auch ohne das Modeln.

Magersüchtige Models, ein Thema, das immer wieder für Diskussionsstoff in der Modebranche sorgt. Glaubst du, dass Magersucht ein Problem im Model-Business darstellt?

Ich habe Mädchen aus dem Business kennen gelernt, die Probleme mit Magersucht haben, jedoch waren das Ausnahmen. Ich denke, dass Models, die wirklich erfolgreich sind nicht mit derartigen Problemen zu kämpfen haben. Magersucht im Model-Business, ein Thema, das definitiv zu dramatisch von Seiten der Medien dargestellt wird. Um ehrlich zu sein, kann ich es auch nicht mehr hören.

Okay, dass akzeptiere ich. Genug von magersüchtigen Models. Zurück zu dir, um genau zu sein zu deinen Anfängen. Bevor du zum Modeln kamst, hast du eine Lehre bei der Steuerverwaltung angefangen. Wer hat dich vor einem vergleichsweise tristen Dasein in der Verwaltung bewahrt?

Eine Freundin, die bereits als Model arbeitete, hat mich bei ihrer Agentur beworben. Wenig später wechselte ich zu Option, der bekanntesten Schweizer Modelagentur. Fortan kam alles ins Rollen, alles wurde professioneller. Sie erklärten mir, wie ich mich bestmöglich bei Castings verhalten solle.

Interessant. Welches Verhalten wird von dir erwartet?

Wichtig ist, dass man nicht verkatert zum Shooting oder Show kommt. Ein Hang-Over ist meistens nicht gerade förderlich, wenn es um einen Model-Job geht. Jedoch habe ich auch das schon hinter mich gebracht.

Model, das klingt nach einem Traumberuf. Model sein, das klingt nach reichlich Champagner, bildhübschen Frauen, die einen umgarnen und gigantischen Kokain-Buffets. Ist Fiktion und Realität deckungsgleich?

Das Bild, das viele vom Model-Dasein haben, entspricht nicht wirklich der Realität. Kokain-Buffets habe ich jedenfalls noch nicht gesehen. Reichlich Partys gibt es natürlich schon, jedoch darf man nicht vergessen, dass Kontakte knüpfen im Smalltalk mit Redakteuren und Fotografen auf den Feiern ein Stück weit zum Job eines Models gehört.

Schönheit ist vergänglich. Dein Dasein als Model auch. Alles was bleiben wird, sind ein Dutzend Kerben im Bett und Coverfotos, die die Wände deiner Wohnung kleiden werden. Wie lautet dein Masterplan?

Ich lebe im Moment, nicht in der Zukunft. Einen Lebensplan, weder beruflich noch privat, habe ich nicht geschmiedet, habe ich auch nicht vor. Durch das Modeln lerne ich viele interessante Menschen kennen. Ich hoffe, dass mir diese Connections irgendwann weiterhelfen wird, aber im Moment mache ich mir nicht wirklich Gedanken über meine Zukunft. Warum auch?

Affas Agenturen:

Izaio Models


LOOKS

SPECIAL

 

Interview: Formel E-Rennfahrer Bruno Senna

Bruno Senna ist nicht nur der Neffe des großen Rennfahrers Ayrton Senna, sondern auch - zumindest kurzfristig - der neue “Follow Your Nature”-Protagonist der deutschen Modemarke MARC O’POLO. Kurzfristig deshalb, weil MARC O’POLO nur ein Rennen lang mit Senna wirbt, nämlich während des Formel E-Rennens am Flughafen Tempelhof.

Wie spontan die Kooperation zustande gekommen ist, zeigt sich auch am Branding. Anstatt das Markenlogo zu den anderen Logos auf den Rennanzug zu sticken, wurde es mit Klebeband festgeklebt. Eine solch punkige Attitüde wäre in der durchreglementierten Formel 1 sicher nicht möglich gewesen, in der noch jungen Rennserie Formel E ist das hingegen kein größeres Problem.

Auf der Pressekonferenz in Berlin wurde derweil schon laut darüber nachgedacht, das Sponsoring auf die komplette Saison auszuweiten. Man schien sich gut zu verstehen.

Nach der Konferenz, die eine recht ansehnliche Schar an aufgekratzten Fotografen angezogen hatte, haben wir kurz mit Senna über seinen Casual-Stil, Sponsorings und die Kooperation mit MARC O’POLO gesprochen:

Wann hast du das erste Mal von MARC O’POLO gehrt?

Ich habe von der Marke schon vor einiger Zeit gehört, wusste aber nie so genau, wofür sie steht. Meine Schwester hat ein paar MARC O’POLO-Teile. Die hatte sie aus Europa mitgebracht. So richtig habe ich die Marke aber erst durch die jetzige Zusammenarbeit kennengelernt.

Du trägst offensichtlich gerade MARC O’POLO. Denkst du, dass das Sponsoring auch außerhalb von Presseterminen deine Garderobe beeinflussen wird?

Ich hoffe sehr. Leider habe ich auf dieser Reise nur einen kleinen Koffer dabei, sonst würde ich mir noch ein paar Teile einstecken. Aber vielleicht schicken sie mir ja auch was nach Hause. Ich mag die bequemen Sachen von MARC O’POLO. Sie haben sehr gute Basics. Ich mag nicht gern Sachen, die zu sehr flashen. Dafür bin ich nicht der Typ. Von daher ist MARC O’POLO die perfekte Marke für mich.

Auf den Pressebildern trägst du ein MARC O’POLO-T-Shirt unter deinem Rennanzug. Ist das authentisch?

Das haben wir nur für das Foto gestellt. Unter unseren Rennanzügen müssen wir langärmelige, feuerfeste Oberteile mit hohem Kragen tragen. Etwas anderes ist nicht erlaubt. Sollte MARC O’POLO die Zusammenarbeit verlängern, könnten wir sicher über gebrandete eigens für die Rennen hergestellte Kleidung nachdenken.

Neben MARC O’POLO ist der Rasiererhersteller GILLETTE einer deiner Sponsoren. Wieviel denkst du über dein Aussehen und deine Garderobe nach?

Wenn man als Markenbotschafter für große Marken arbeitet, muss man schon gut darauf achten, wie man sich darstellt. Ich versuche dabei immer eher bequeme Sachen zu tragen. Ich komme aus Brasilien, da trägt man ja ohnehin am liebsten so wenig wie möglich. In der Öffentlichkeit versuche ich schon mein casual Image zu schützen und passend dazu gekleidet zu sein. Ich mag Polo-Shirts und so einen Kram. Es darf nur nicht zu eng sein. Bei formelleren Anlässen trage ich natürlich auch mal einen Anzug, am liebsten bleibe ich aber casual.

Ist es Teil deiner Zusammenarbeit mit GILLETTE, immer glatt rasiert in der Öffentlichkeit aufzutreten?

Ja, das ist so. Wir arbeiten seit 2011 zusammen und ich muss seither darauf aufpassen, nicht unrasiert aus dem Haus zu gehen.

Die aktuelle Kampagne von MARC O’POLO läuft unter dem Motto “Follow Your Nature”. Welcher Natur folgst du?

Ich habe mich schon immer für Sport, Outdoor-Aktivitäten und den Wettkampf interessiert. Das kann ich in der Formel E gut miteinander kombinieren. Dort habe ich den Wettkampf, ohne der Umwelt zu schaden.

Fährst du denn auch privat ein Elektro-Auto?

Nein, noch nicht. Ich bin mal einen Tesla gefahren. Aber das Auto ist einfach zu groß. Ich wohne in Monaco, das ist keine gute Stadt für große Autos.

Wer NOCH mehr erfahren will, über Bruno und Marc O’ klicke doch einfach hier oder hier.

Von: Jakob

 

NEWS

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TRENDS

 

Londons Grime Revival

Wenige Stunden vor den Brit Awards 2015, so die Legende, bekam SKEPTA einen Anruf von Kanye West.

YEEZUS bat den heißesten UK Grime Artist seine Posse zusammenzutrommeln, um bei seinem Song “All Day” bei den Brits mit ihm auf der Bühne zu stehen. Die Underground-Bewegung Grime erreichte den Mainstream.

Grime entstand in den frühen 2000er Jahren in London aus UK Garage, Dancehall, Hip Hop und Drum and Bass. Im Grime rappen MCs entzürnt im Schnellfeuermodus auf 135 – 140 BPM Sounds.

Was London derzeit erlebt – musikalisch wie modisch – ist ein Grime Revival. SKEPTA, der bereits zu Anfangszeiten mit seiner “Boy Better Know” Crew Grime maßgeblich beeinflusst hat, wird vom Underground-Hero zum Pop Icon. Das lange Zeit lokale East London Phänomen Grime wird zum weltweiten Exportgut.

Mode hat im Grime schon immer eine bedeutende Rolle gespielt. Im Garage, aus dem Grime hervorging, trug man Show-Off-Labels wie Moschino, Versace oder Iceberg. Teure Marken, die sich die East Londons Kids nicht leisten konnten. Der Zutritt zu den angesagten Clubs blieb ihnen somit verwehrt.

Sie trugen die Uniform der Straße : Caps, Trainingsanzüge und Sneaker und starteten ihre eigene Bewegung – fern ab der Garage Clubs – auf Grime Raves, welche immer wieder von der Polizei beendet wurden.

“Der Mann” des Revivals – Skepta – hat für NASIR MAZHAR den Soundtrack für seine SS 2015 Kollektion produziert. Bei der Nasir Mazhar Afterparty rockte SKEPTA das Publikum mit seiner “Boy Better Know” Crew.

Skepta ist musikalisch wie modisch ein Vorbild für eine ganze Generation. Sein Look steht exemplarisch für die zweite Welle Grime. Er trägt NIKE Hoodies der Combat-Line, die New Era Lake Elsinore 59FIFTY Fitted Cap “That’s not me”), NIKE Ticker-Tasche, Slazenger Sweater, Helly Hansen Jacke, NIKE Air Max 95.

Im Video zu “Shutdown” – kann man wunderbar den Look von Skepta und seiner Gang studieren. SKEPTA selbst trägt im Musikvideo von Kopf bis Fuß COTTWEILER. Ansonsten sieht man noch Items von Stone Island, Supreme, Adidas und immer wieder: NIKE, die wohl wichtigste Marke beim Grime Revival.

Es gibt viele Überschneidungen zum Internet-Phänomen Health Goth, in dem es vorrangig auch um schwarze Performance-Wear geht, doch GRIME ist mehr gangsta, weniger sporty, außerdem eine Bewegung, in der die Herkunft eine wichtige Rolle spielt, auch modisch.

VIDEO

FASHION SHOWS

 

New York Fashion Week: Hood by Air AW 2015

HOOD BY AIR präsentierte die neuen Kollektion “Daddy” in kellerartigen Räumlichkeiten in der Wall Street, dem Zentrum der Finanzen.

HBA Mastermind Shayne Oliver zeigte Klassiker der Mode wie Button-Down Shirts, Pullover und  Polo T-Shirts in der typischen Unisex Hood by Air Silhouette. So kam es zu Hybriden aus Poloshirt und Kleid. Oder Camel Coat und Tank Top.

Die Models trugen Schlösser vor dem Mund und Strumpfhosen über dem Kopf, wie ein Einbrecher. Der Soundtrack der Show Total Freedom wurde schlagartig beendet, es folgte Jazz, unterlegt mit einem Zitat der Show Empire:

“I wanna show you a faggot really can run this company”.

Wie sehr HBA auch in der Kunstwelt angekommen ist, zeigte sich an den Gästen der Show, unter anderem waren Klaus Biesenbach und Grace Coddington gekommen, um Olivers neue Arbeit zu begutachten.

Es scheint als wäre HBA, auch nach dem Diss von dem einstigen Supporter A$AP ROCKY, nach schwer angesagt.

 

 

 

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Bong