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Dandy Diary Relaunch

Petr Matecjek

Jakob Haupt

Vor anderthalb Jahren habe ich Dandy Diary gegründet. Alles fing mit schlecht fotografierten Outfit-Posts an, die damals von meinen durchgeknallten Freunden mit einer Digitalkamera aufgenommen wurden. Die Texte postete ich aufgrund von Unkenntnis in Form verschwommener Grafiken, die nur mit größter Mühe lesbar waren. Die Besucher von Dandy Diary ließen sich damals an einer Hand abzählen. Ich kannte jeden persönlich. Das hat sich geändert.

Im vergangenen halben Jahr kamen mehr als 100.000 Besucher auf die Seite. Ich hätte nie geglaubt, dass meine Inhalte mehr Menschen interessieren könnten, als meine Freunde und Familie. Nun, nach einem überraschend erfolgreichen Start, bin ich froh zwei meiner besten Freunde als Schreiber für Dandy Diary gewinnen zu können. Fortan werden Jakob und Petr regelmäßig für Dandy Diary schreiben und somit fester Bestandteil des Blogs werden. Aufmerksame Leser kennen die Jungs sicherlich, da beide bereits in der Vergangenheit Texte für Dandy Diary geschrieben haben. Petr führte ein Interview mit dem “härtesten Türsteher Deutschlands” und Jakob war Autor des polarisierenden Textes “Wasser predigen, Champagner trinken”, der für viel Wirbel in der Blogosphäre und auch darüber hinaus sorgte. Natalie, die auf Dandy Diary über Musik schrieb, wird fortan für ihr eigenes Blog “Newkidsontheblog”schreiben. Ich danke ihr für all die tollen Musiktipps.

Bedanken möchte ich mich auch bei allen bisherigen Besuchern und freue mich darauf, gemeinsam mit meinen Freunden Jakob und Petr, den nächsten Schritt mit Dandy Diary zu gehen. Ich hoffe, ihr, die Leser, seid weiter mit dabei.

David

Von: David

SPECIAL

NEWS

 

Liste mit allen Modemarken, über die JAY Z je gerappt

Dazed & Confused Journalistin, Rap-Fan und Zahlenfrau Katerine Bernhard hat es sich zur Aufgabe gemacht den Zusammenhang von Hip Hop und Mode zu analysieren. Vor rund einem Jahr hat sie eine Statistik angefertigt, in der Bernhard auflistete, welche Modelabels besonders oft in den Lyrics der US Rapper genannt werden.

Bernhard fand heraus, dass über kein Label mehr gerappt wurde, als GUCCI, doch seit 2008 schwindet die Omnipräsenz des italienischen Luxuslabels. Die Präsenz von GUCCI im Hip Hop sinkt pro Jahr um rund 23%. Und auch über LV wird immer weniger gerappt, dafür tauchen verstärkt neue Labels in den Lyrics der Rap-Giganten auf:

Tom Ford – beispielsweise – kam 2013 rund 23% öfter in den Rap Lyrics vor, als es noch 2008 der Fall war. Das erste Mal, dass Ford überhaupt in einem Rap Song genannt wurde, war 2008. Seit dem Ricardo Tisci verantwortlich bei Givenchy ist, erwähnten Rapper das französische Modehaus 95% mal mehr in ihren Texten.

Für ihr neuestes Projekt hat sich Bernhard ausschließlich mit den Lyrics von JAY Z auseinandergesetzt. Sie hat analysiert über welches Fashion Item JAY Z rappt, in welchem Jahr er das tat, in welchem Song, ob es einen Guest-Rapper gab. Alle Labels, über die der US Rapper jemals gerappt hat, hat Bernhard zum Ende ihrer Analyse in eine Textbox einfügt.

Die chronologische Auflistung aller JAY Z Hits mit Modebezug wirkt wie eine Autobiographie des US Rappers. Über den Zusammenhang von Mode und Hip Hop sagt die Expertin Bernhard folgendes: ”Ich denke nicht, dass Rapper ausschließlich Mode kommentieren, sie sind nicht nur Beobachter, sondern beeinflussen auch die Mode”.

Da mag sie nicht Unrecht haben. Jüngstes Beispiel für diese Aussage ist “Mulitply” von A$AP ROCKY, in dem der Rapper erklärt, dass BEEN TRILL und HOOD BY AIR nicht mehr cool sind. Eine Botschaft, die in der Branche sicherlich gehört wird.

Bernhard hat alle von JAY Z genannten Labels auf ein T-Shirt drucken lassen – das “Swanky Tee”. Bernhards Projekt könnt ihr bei KICKSTARTER unterstützen.

 

LOOKS

TRENDS

 

Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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