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NEWS

 

Dandy Diary in der Grazia Style-Jury

Nachdem Petr sich vor ziemlich genau einem Jahr schon wahnsinnig darüber freute, endlich bei unser aller Lieblings-People-Magazin in der Style Jury zu sitzen, durfte ich in der aktuellen Ausgabe ran.

Ganz wie sich das für eine ordentliche Moderedaktion gehört, wurde meine stechend scharfe Analyse natürlich dem Werbekunden zuliebe etwas redigiert. Dass ich die fürchterliche moderne Version der Ray Ban Wayfarer selbstredend überhaupt nicht geil finde, störte bei der Grazia niemanden – auch nicht, dass ich kool natürlich immer mit “k” geschrieben hätte. Also steht zu lesen, dass “der Klassiker” “einfach die coolste Sonnenbrille” ist. Gelogen! Ich schrieb: “Die schreckliche moderne Version der Ray Ban Wayfarer Sonnenbrille verbietet eigentlich jede weitere Beschäftigung mit dem Outfit dieser Person. Der Blazer ist aber ganz okay. Breite Schultern sind total en vogue.”

Ach, sei es drum. Es war ein großer Spaß. Vor allem auch deshalb, weil mir die zuständige Redakteurin erstmal erklären musste, wer die Damen überhaupt sind.

Weil aber nicht nur wir die Grazia so gern mögen, sondern auch die Grazia uns, hat sich mittlerweile die halbe Redaktion bei uns für die Dandy Diary Party in Hamburg angemeldet. Wir freuen uns auf einen wilden Tanz – ohne Ray Ban Brille.

SPECIAL

LOOKS

TRENDS

 

Lumbersexulität – einfach nur fette, alte Hipster!

Kommt nach Metrosexualität und Spornosexualität nun Lumbersexualität?

Medien wie The Guardian, The Daily Beast und Buzzfeed stellen “Lumbersexual” als das “Next big thing” vor. Männer mit gewaltigen Bärten und Bäuchen in Holzfällerhemden, in Workboots, mit Wollmütze auf dem Kopf und einem frisch gezapften Bier in der Hand.

Doch ist das wirklich ein neuer Trend? Männer, die Karomuster zu Karomuster kombinieren, so aussehen als hätten sie gerade im Wald ein paar Bäume gefällt. Nein, nicht wirklich. Der Look existiert seit Jahren in der Schwulenszene (Bears” oder “Cubs”).

Außerdem kennen wir die Kernelemente des Looks (Vollbart, Holfällerhemd) bereits aus der Hipsterszene. Das Bild (siehe Foto), das verwendet wurde, um die Lumbersexualität zu bebildern ist ein Foto, welches auch immer wieder zum Einsatz kam, um den Leser ein Paradebeispiel des Hipsters zu präsentieren.

Der Hipster war schon eine Gegenbewegung zum Metro. Der Mann wurde wieder zum Mann. Solarium, gezupfte Augenbrauen oder glattrasierte Brust – allesamt ein No-Go für den Hipster. “Lumbersexualität” ist somit keine neue Gegenbewegung zur Metrosexualität, wie sie in den Medien gefeiert wird, sondern schlussendlich nur eine Fortführung des Hipstertums.

Ein alt gewordener, fetter Hipster also, der den ganzen Tag Bier säuft und der nur noch für Kenner von “schwulen Bären”, unterscheiden lässt. Also: kein “Next big thing”!

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