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Dandy Diary gegen die Welt

Dandy Diary Autor Carl Jakob Haupt hat für die heute erschienene Ausgabe der “Welt kompakt” einen Artikel geschrieben und eigens ein Fotoshooting in Paris realisiert.

Entgegen unser Erwartung wurde nicht das erotische Foto, sondern der Text massiv manipuliert. Jegliche Schärfe und auch die Nennung von Markennamen wurden gestrichen.

Dandy Diary ist zutiefst erschüttert und zeigt hier, was wirklich mit dem Artikel unter der Überschrift “Wasser predigen, Schampus saufen” gemeint war, sowie die Fotos in ihrer wahren Pracht.

Hier geht´s zur redigierten Version

Foto: Christoph Turk; Carl Jakob Haupt und David Kurt Karl Roth

Foto: Christoph Turk; Blogger, der von Werbeindustrie in den Arsch gefickt wird

Originaltext:

Wasser predigen, Champagner trinken

Modeblogger sehen sich gern als Demokratisierer der Modeszene. Jeder darf teilhaben, jeder darf schreiben, jeder darf bewerten. Weil die meisten dieser Gutmenschen das aber vom heimischen Schreibtisch aus machen und eher selten mit der tatsächlichen Modeszene, also mit Shows, Designern und wilden Drogenpartys, in Berührung kommen, freuen sie sich umso mehr, wenn es was abzugreifen gibt. Unternehmen wissen das und kaufen sich Blogeinträge für kleine Geschenke. Die Modeszene bleibt also genauso demokratisch, wie sie immer war – und die PR-Agenturen der Unternehmen bestimmen weiterhin was berichtet wird. Quo Vadis Modedemokratie?

Moët hat 39 Facebook-Freunde. Das ist wenig. Ziemlich wenig. Geradezu madig. Zumal das Social Network von geltungssüchtigen Modegören gerne dazu genutzt wird uns mit allerlei Banalitäten zu langweilen. Banalitäten, wie der liebsten Champagner-Marke. Um Moët auch in der Web-Welt ein wenig fester zu verankern, also zumindest fester als ein Netzwerk aus 39 Freunden sein kann, hat deren PR-Agentur einfach neue Freunde gesucht. Aber nicht per Facebook, sondern ganz klassisch per Telefon – und natürlich mit einer netten Frauenstimme.
Diverse Mode- und Lifestyle-Blogger bekamen unlängst einen Anruf, verbunden mit der Frage, ob nicht Interesse an einer Flasche des teuren Getränks bestehe. Da haben sich die Mädchen aus der so genannten Blogosphäre nicht lang bitten lassen und reihenweise zugegriffen. Als Dank gab es dann einen kurzen Beitrag auf dem eigenen Blog, mit durchweg positiver Beschreibung von Moët und einigen mehr oder weniger interessanten Fotos von sich selbst im luftigen Sommerrock, mit Erdbeeren, auf einer grünen Wiese oder vor einem Fahrrad.
Moët hat sich so ziemlich günstig eine große Plattform für seine Produkt-PR gekauft. Im Einzelhandel kostet eine Flasche etwa 30 Euro. Werbung auf einem Blog ist da deutlich teurer. Was der Blogger, neben einem hoffentlich besonders schönen Prickeln im Bauchnabel – ach nein, das war ja ein anderes Getränk – von der, nennen wir es mal Kooperation mit Moët hatte, ist unklar. In erster Linie aber gibt er damit seine Unabhängigkeit auf. Und die war es doch, die wir an Blogs immer so wahnsinnig gut fanden. Schade.

Okay, die Modeszene ist nicht unbedingt für ein distanziertes Verhältnis von Werbung und redaktionellem Inhalt bekannt, aber muss es denn in dieser Form sein? Müssen sich irgendwelche kleinen Mädchen so billig kaufen lassen? Für einen verdammten Schluck Champagner?
Wenn sie sich ja wenigstens durch den Verkauf von Werbeflächen – oder meinetwegen auch den versteckter Werbung – ihr Studium an einer der zahllosen privaten und brutal teuren Modejournalismus-Akademien finanzieren würden, wäre das ja irgendwie noch okay. Aber muss man sich so sehr über die Aufmerksamkeit eines großen Champagner-Herstellers freuen, dass man das zum Anlass nimmt eine eigene Fotostrecke dazu zu machen?
Woher kommt so ein Verhalten? Vielleicht durch die falschen Vorbilder. Eines davon: Bryan Boy. Bryan Boy ist einer der bekanntesten Modeblogger der Welt. Eine durchgeknallte phillipnische Schwuchtel. Der Junge kokettiert offen damit, dass er diverse Reisen bezahlt und auch einen Mantel als Geschenk bekommt. Wohlgemerkt einen Mantel, der geschätzte 30.000 Euro kostet. Von Dolce und Gabbana. Doch während den deutschen Modebloggern am Ende des Tages nichts bleibt, als eine leere Flasche, kann sich Bryan Boy im Zweifel durch den Verkauf des Mantels vor der Obdachlosigkeit bewahren, oder einen zweiten Bildungsweg antreten. Nur für den Fall, dass sich in ein paar Jahren weniger Leute für Blogs und wieder mehr für ernsthaften Journalismus interessieren. Bis es so weit ist, bin ich übrigens der 40 Freund von Moët bei Facebook. À votre santé!

LOOKS

SPECIAL

 

Interview: Formel E-Rennfahrer Bruno Senna

Bruno Senna ist nicht nur der Neffe des großen Rennfahrers Ayrton Senna, sondern auch - zumindest kurzfristig - der neue “Follow Your Nature”-Protagonist der deutschen Modemarke MARC O’POLO. Kurzfristig deshalb, weil MARC O’POLO nur ein Rennen lang mit Senna wirbt, nämlich während des Formel E-Rennens am Flughafen Tempelhof.

Wie spontan die Kooperation zustande gekommen ist, zeigt sich auch am Branding. Anstatt das Markenlogo zu den anderen Logos auf den Rennanzug zu sticken, wurde es mit Klebeband festgeklebt. Eine solch punkige Attitüde wäre in der durchreglementierten Formel 1 sicher nicht möglich gewesen, in der noch jungen Rennserie Formel E ist das hingegen kein größeres Problem.

Auf der Pressekonferenz in Berlin wurde derweil schon laut darüber nachgedacht, das Sponsoring auf die komplette Saison auszuweiten. Man schien sich gut zu verstehen.

Nach der Konferenz, die eine recht ansehnliche Schar an aufgekratzten Fotografen angezogen hatte, haben wir kurz mit Senna über seinen Casual-Stil, Sponsorings und die Kooperation mit MARC O’POLO gesprochen:

Wann hast du das erste Mal von MARC O’POLO gehrt?

Ich habe von der Marke schon vor einiger Zeit gehört, wusste aber nie so genau, wofür sie steht. Meine Schwester hat ein paar MARC O’POLO-Teile. Die hatte sie aus Europa mitgebracht. So richtig habe ich die Marke aber erst durch die jetzige Zusammenarbeit kennengelernt.

Du trägst offensichtlich gerade MARC O’POLO. Denkst du, dass das Sponsoring auch außerhalb von Presseterminen deine Garderobe beeinflussen wird?

Ich hoffe sehr. Leider habe ich auf dieser Reise nur einen kleinen Koffer dabei, sonst würde ich mir noch ein paar Teile einstecken. Aber vielleicht schicken sie mir ja auch was nach Hause. Ich mag die bequemen Sachen von MARC O’POLO. Sie haben sehr gute Basics. Ich mag nicht gern Sachen, die zu sehr flashen. Dafür bin ich nicht der Typ. Von daher ist MARC O’POLO die perfekte Marke für mich.

Auf den Pressebildern trägst du ein MARC O’POLO-T-Shirt unter deinem Rennanzug. Ist das authentisch?

Das haben wir nur für das Foto gestellt. Unter unseren Rennanzügen müssen wir langärmelige, feuerfeste Oberteile mit hohem Kragen tragen. Etwas anderes ist nicht erlaubt. Sollte MARC O’POLO die Zusammenarbeit verlängern, könnten wir sicher über gebrandete eigens für die Rennen hergestellte Kleidung nachdenken.

Neben MARC O’POLO ist der Rasiererhersteller GILLETTE einer deiner Sponsoren. Wieviel denkst du über dein Aussehen und deine Garderobe nach?

Wenn man als Markenbotschafter für große Marken arbeitet, muss man schon gut darauf achten, wie man sich darstellt. Ich versuche dabei immer eher bequeme Sachen zu tragen. Ich komme aus Brasilien, da trägt man ja ohnehin am liebsten so wenig wie möglich. In der Öffentlichkeit versuche ich schon mein casual Image zu schützen und passend dazu gekleidet zu sein. Ich mag Polo-Shirts und so einen Kram. Es darf nur nicht zu eng sein. Bei formelleren Anlässen trage ich natürlich auch mal einen Anzug, am liebsten bleibe ich aber casual.

Ist es Teil deiner Zusammenarbeit mit GILLETTE, immer glatt rasiert in der Öffentlichkeit aufzutreten?

Ja, das ist so. Wir arbeiten seit 2011 zusammen und ich muss seither darauf aufpassen, nicht unrasiert aus dem Haus zu gehen.

Die aktuelle Kampagne von MARC O’POLO läuft unter dem Motto “Follow Your Nature”. Welcher Natur folgst du?

Ich habe mich schon immer für Sport, Outdoor-Aktivitäten und den Wettkampf interessiert. Das kann ich in der Formel E gut miteinander kombinieren. Dort habe ich den Wettkampf, ohne der Umwelt zu schaden.

Fährst du denn auch privat ein Elektro-Auto?

Nein, noch nicht. Ich bin mal einen Tesla gefahren. Aber das Auto ist einfach zu groß. Ich wohne in Monaco, das ist keine gute Stadt für große Autos.

Wer NOCH mehr erfahren will, über Bruno und Marc O’ klicke doch einfach hier oder hier.

Von: Jakob

 

NEWS

LOOKBOOKS

TRENDS

 

Londons Grime Revival

Wenige Stunden vor den Brit Awards 2015, so die Legende, bekam SKEPTA einen Anruf von Kanye West.

YEEZUS bat den heißesten UK Grime Artist seine Posse zusammenzutrommeln, um bei seinem Song “All Day” bei den Brits mit ihm auf der Bühne zu stehen. Die Underground-Bewegung Grime erreichte den Mainstream.

Grime entstand in den frühen 2000er Jahren in London aus UK Garage, Dancehall, Hip Hop und Drum and Bass. Im Grime rappen MCs entzürnt im Schnellfeuermodus auf 135 – 140 BPM Sounds.

Was London derzeit erlebt – musikalisch wie modisch – ist ein Grime Revival. SKEPTA, der bereits zu Anfangszeiten mit seiner “Boy Better Know” Crew Grime maßgeblich beeinflusst hat, wird vom Underground-Hero zum Pop Icon. Das lange Zeit lokale East London Phänomen Grime wird zum weltweiten Exportgut.

Mode hat im Grime schon immer eine bedeutende Rolle gespielt. Im Garage, aus dem Grime hervorging, trug man Show-Off-Labels wie Moschino, Versace oder Iceberg. Teure Marken, die sich die East Londons Kids nicht leisten konnten. Der Zutritt zu den angesagten Clubs blieb ihnen somit verwehrt.

Sie trugen die Uniform der Straße : Caps, Trainingsanzüge und Sneaker und starteten ihre eigene Bewegung – fern ab der Garage Clubs – auf Grime Raves, welche immer wieder von der Polizei beendet wurden.

“Der Mann” des Revivals – Skepta – hat für NASIR MAZHAR den Soundtrack für seine SS 2015 Kollektion produziert. Bei der Nasir Mazhar Afterparty rockte SKEPTA das Publikum mit seiner “Boy Better Know” Crew.

Skepta ist musikalisch wie modisch ein Vorbild für eine ganze Generation. Sein Look steht exemplarisch für die zweite Welle Grime. Er trägt NIKE Hoodies der Combat-Line, die New Era Lake Elsinore 59FIFTY Fitted Cap “That’s not me”), NIKE Ticker-Tasche, Slazenger Sweater, Helly Hansen Jacke, NIKE Air Max 95.

Im Video zu “Shutdown” – kann man wunderbar den Look von Skepta und seiner Gang studieren. SKEPTA selbst trägt im Musikvideo von Kopf bis Fuß COTTWEILER. Ansonsten sieht man noch Items von Stone Island, Supreme, Adidas und immer wieder: NIKE, die wohl wichtigste Marke beim Grime Revival.

Es gibt viele Überschneidungen zum Internet-Phänomen Health Goth, in dem es vorrangig auch um schwarze Performance-Wear geht, doch GRIME ist mehr gangsta, weniger sporty, außerdem eine Bewegung, in der die Herkunft eine wichtige Rolle spielt, auch modisch.

VIDEO

FASHION SHOWS

 

New York Fashion Week: Hood by Air AW 2015

HOOD BY AIR präsentierte die neuen Kollektion “Daddy” in kellerartigen Räumlichkeiten in der Wall Street, dem Zentrum der Finanzen.

HBA Mastermind Shayne Oliver zeigte Klassiker der Mode wie Button-Down Shirts, Pullover und  Polo T-Shirts in der typischen Unisex Hood by Air Silhouette. So kam es zu Hybriden aus Poloshirt und Kleid. Oder Camel Coat und Tank Top.

Die Models trugen Schlösser vor dem Mund und Strumpfhosen über dem Kopf, wie ein Einbrecher. Der Soundtrack der Show Total Freedom wurde schlagartig beendet, es folgte Jazz, unterlegt mit einem Zitat der Show Empire:

“I wanna show you a faggot really can run this company”.

Wie sehr HBA auch in der Kunstwelt angekommen ist, zeigte sich an den Gästen der Show, unter anderem waren Klaus Biesenbach und Grace Coddington gekommen, um Olivers neue Arbeit zu begutachten.

Es scheint als wäre HBA, auch nach dem Diss von dem einstigen Supporter A$AP ROCKY, nach schwer angesagt.

 

 

 

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