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Damir Doma #1


BerlinFashion.TV

Laut Eigenausage ist Damir Doma “Avantgarde pur”. Ich traf den Kroaten, während der Swiss Textile Awards für BerlinFashion.TV. Entgegen meiner Vermutung, auch Wunsch, ging der Award nicht an Doma, doch auch ohne Preis in der Tasche wird sein Weg steil hinauf führen. Studiert hat Doma in München und Berlin, später in Antwerpen bei Raf Simons gelernt, bald darauf seine erste Kollektion in Paris gezeigt. Seit 2010 entwirft Doma auch für Frauen. Neben “Damir Doma” hat der Designer noch die Zweitlinie “Silent” eingeführt, die er während der letzten Berliner Modewoche in Form eines Films präsentierte. Seine Spring/Summer 2011 Show, deren Zeuge ich in Paris sein konnte, gehörte für mich zu den Highlights der Männermodenschauen. Inszenierung, Styling und Entwürfe – allesamt wirkte durchdacht und stimmig. Kurz vor den Awards in Zürich traf ich mich mit Doma um über seine Anfänge, Idole und kommerzielle Offerten zu sprechen. “Live” wirkt der Mann stets überlegt und selbstbewusst, dabei nie überheblich. Aufgrund der Relevanz seiner Person, sowie seines gesprochenen Wortes, haben wir uns dazu entschieden, zwei Teile aus dem Interview zu schneiden.

I´m sorry for all our english viewers, but Doma is able to speak german, because he lived in Germany during his college day´s, so I mustn´t show my english skills infront of the camera for this time, which is not the worst thing. Basically we talked about his day´s in Antwerpen, commercial offers from big labels and idols. A Juun J. and an Adam Kimmel interview are in the pipeline, in english of course, so stay tuned

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Die Weltmarke ADIDAS und das Problem “Herzogenaurach”

Obwohl ADIDAS zwar neulich in einem fantastischen Bitch-Move drei ehemalige Top-Designer vom härtesten Konkurrenten NIKE abgeworben hat, scheint es der Marke mit den drei Streifen nicht immer ganz leicht zu fallen, neue Mitarbeiter zu gewinnen – was wohl auch am brutal ländlichen Standort Herzogenaurach liegt.

Während NIKE im hippen Portland (Oregon), das immerhin 600.000 Einwohner hat, als Hipster-Heaven gilt und mit seiner Nähe zu den asiatischen Turnschuhproduktionssweatshops geografisch ganz gut gelegen ist, sitzt, gibt es für die ADIDAS-Mitarbeiter nichtmal einen Zug vom nächsten Flughafen in Nürnberg nach Herzogenaurach. Wer kein Auto hat, ist aufgeschmissen.

Gegenüber dem “Business Insider” lässt sich ein anonymer ehemaliger ADIDAS-Mitarbeiter aus Herzogenaurach folgendermaßen zitieren: “It is so odd that this company is in the middle of farmland. It doesn’t have anything to do with style.”

Wie genau man ein globales Lifestyle-Unternehmen aus der Provinz heraus führen soll, ist uns hier bei DANDY DIARY übrigens auch eher unklar. Dass auch “Global Creative Director” Dirk Schönberger lieber in Berlin-Mitte als in Herzogenaurach wohnt, verwundert daher nicht wirklich.

Um mehr potentielle Mitarbeiter nach Bayern zu locken, hat ADIDAS sogar eine eigene Micro-Page erstellt, auf der Videos zu sehen sind, von den ganzen vielen internationalen, fröhlichen Mitarbeitern, die sich total wohl im total internationalen, total fröhlichen Herzogenaurach fühlen.

Für die drei Ex-NIKE-Designer indes, die offensichtlich keinen Bock darauf haben, in der bayrischen Provinz zu leben, wird ADIDAS in 2015 eigens ein “Creative Studio” im New Yorker Stadtteil Brooklyn eröffnen. Wir gehen davon aus, dass dieses Zugeständnis ein nicht unwichtiger Teil des Deals der drei war.

Von: Jakob

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