Christopher Kane bringt Crocs auf den Laufsteg

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Sie werden von Opas bei der Gartenarbeit getragen, von unfreundlichen Zahnarzthelferinnen geliebt und von 99,9% der modeinteressierten Weltbevölkerung abgrundtief gehasst: Crocs. Der ugly Plastikschuh, der aussieht wie ein riesiger durchlöcherter Entenschnabel wurde in den letzten Jahren mehr oder weniger erfolgreich verdrängt aber das hat jetzt ein Ende. Der schottische Modedesigner Christopher Kane traut sich und reibt uns den fürchterlichen Schuh, den er mit glitzernden Steinchen verziert hat ohne Rücksicht ins Gesicht und löst bei den Modebloggern weltweit Entsetzen aus.

Seine Spring/Summer 2017 Kollektion trägt den Titel “Make-Do and Mend” und ist eine Anspielung auf den Clash verschiedener Kleidungskulturen, inspiriert vom Ländlichen, Einfachen im Kontrast zum Glamourösen, Edlen. Ja ok, Kane wird ja auch nicht umsonst von Modetitanen wie Donatella Versace und Manolo Blahnik geliebt und untertützt, der weiß schon was er macht.

Aber die eigentliche (immer wiederkehrende) Frage ist hier: Wo hört unser Modeverständnis auf? Was dürfen sich die Designer eigentlich alles erlauben? “Ist das Kunst oder kann das weg”? Naja, über Geschmack lässt sich natürlich streiten aber die Crocs können auf jeden Fall weg.

Category: Fashion Shows

Tags: Christopher Kane, Crocs, Fashion Week London

Von: Carl Jakob Haupt

Photography: Getty Images

Photography: Harpers Bazaar

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