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C’est Cool: Wanderschuhe

In London sind Wanderschuhe momentan der neue heiße Scheiss. Jeder, der was auch sich, seinen Stil und natürlich trockene Füße hält, trägt möglichst klobige Stiefel, die man eher den alpinen Gefilden, denn der eher flachen Großstadt zurechnen würde.

Gerade in Kombination mit dem aktuell ebenfalls angesagten Tailored-Look kann man hier eigentlich gar nichts falsch machen.

Besonders beliebt sind neben einer wuchtigen Sohle immer wieder auch farbige Schnürsenkel. Am schärfsten sehen rote aus. Damit wirkt man gleich noch ein Stück mehr wie Reinhold Messner.

Wenn die Dr. Martens den Grundstein legten und die Timberlands die nächste Trendstufe waren, dann ist es jetzt der rustikale Wanderschuh mit dicker Sohle, der an den Füßen der Trendsetter zu sehen ist.

Die Stiefel auf dem Foto habe ich jüngst im Londoner Second Hand-Laden Rockit in der Brick Lane gekauft – und soweit ich mich erinnere gab es dort noch einige Paar mehr. Also hin da, ihr Waldschrate!

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Die Weltmarke ADIDAS und das Problem “Herzogenaurach”

Obwohl ADIDAS zwar neulich in einem fantastischen Bitch-Move drei ehemalige Top-Designer vom härtesten Konkurrenten NIKE abgeworben hat, scheint es der Marke mit den drei Streifen nicht immer ganz leicht zu fallen, neue Mitarbeiter zu gewinnen – was wohl auch am brutal ländlichen Standort Herzogenaurach liegt.

Während NIKE im hippen Portland (Oregon), das immerhin 600.000 Einwohner hat, als Hipster-Heaven gilt und mit seiner Nähe zu den asiatischen Turnschuhproduktionssweatshops geografisch ganz gut gelegen ist, sitzt, gibt es für die ADIDAS-Mitarbeiter nichtmal einen Zug vom nächsten Flughafen in Nürnberg nach Herzogenaurach. Wer kein Auto hat, ist aufgeschmissen.

Gegenüber dem “Business Insider” lässt sich ein anonymer ehemaliger ADIDAS-Mitarbeiter aus Herzogenaurach folgendermaßen zitieren: “It is so odd that this company is in the middle of farmland. It doesn’t have anything to do with style.”

Wie genau man ein globales Lifestyle-Unternehmen aus der Provinz heraus führen soll, ist uns hier bei DANDY DIARY übrigens auch eher unklar. Dass auch “Global Creative Director” Dirk Schönberger lieber in Berlin-Mitte als in Herzogenaurach wohnt, verwundert daher nicht wirklich.

Um mehr potentielle Mitarbeiter nach Bayern zu locken, hat ADIDAS sogar eine eigene Micro-Page erstellt, auf der Videos zu sehen sind, von den ganzen vielen internationalen, fröhlichen Mitarbeitern, die sich total wohl im total internationalen, total fröhlichen Herzogenaurach fühlen.

Für die drei Ex-NIKE-Designer indes, die offensichtlich keinen Bock darauf haben, in der bayrischen Provinz zu leben, wird ADIDAS in 2015 eigens ein “Creative Studio” im New Yorker Stadtteil Brooklyn eröffnen. Wir gehen davon aus, dass dieses Zugeständnis ein nicht unwichtiger Teil des Deals der drei war.

Von: Jakob

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