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C’est cool: Pelzkragen

Nicht all zu lang ist es her, da haben wir einen Artikel über den Megatrend Prollmode verfasst. Nun ein kleiner Nachtrag. Thema: Pelzkragen. Prolls tragen seit Jahren Jacken mit großen Pelzkrägen. In Zeiten, in denen Proll sein, nun ja, irgendwie cool ist, zu mindestens optisch, sind auch Jacken mit überdimensionierten Pelzkrägen très chic. Nicht nur für Jungs, die einen Großteil ihrer Freizeit unter der Ergoline 3000 verbringen, glaubt uns. Designer wie Choi Bum Suk und Astrid Andersen haben in ihren Kollektionen Jacken mit extremen Pelzkrägen gezeigt. Wie immer kommt es natürlich auf die Umsetzung an, denn man sollte schon noch erkennen, dass ihr kein konventioneller Prolet seid, sondern nur ein Modeprolet, vielleicht solltet ihr auf breitbeinige Gangart und fragwürdige Ausdrucksweise verzichten. Alles andere (Pelzkragen, Boxherschnitt, Kette über Pullover…) ist okay.

Foto via Arcademie.com, Design by Astrid Andersen

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Die Weltmarke ADIDAS und das Problem “Herzogenaurach”

Obwohl ADIDAS zwar neulich in einem fantastischen Bitch-Move drei ehemalige Top-Designer vom härtesten Konkurrenten NIKE abgeworben hat, scheint es der Marke mit den drei Streifen nicht immer ganz leicht zu fallen, neue Mitarbeiter zu gewinnen – was wohl auch am brutal ländlichen Standort Herzogenaurach liegt.

Während NIKE im hippen Portland (Oregon), das immerhin 600.000 Einwohner hat, als Hipster-Heaven gilt und mit seiner Nähe zu den asiatischen Turnschuhproduktionssweatshops geografisch ganz gut gelegen ist, sitzt, gibt es für die ADIDAS-Mitarbeiter nichtmal einen Zug vom nächsten Flughafen in Nürnberg nach Herzogenaurach. Wer kein Auto hat, ist aufgeschmissen.

Gegenüber dem “Business Insider” lässt sich ein anonymer ehemaliger ADIDAS-Mitarbeiter aus Herzogenaurach folgendermaßen zitieren: “It is so odd that this company is in the middle of farmland. It doesn’t have anything to do with style.”

Wie genau man ein globales Lifestyle-Unternehmen aus der Provinz heraus führen soll, ist uns hier bei DANDY DIARY übrigens auch eher unklar. Dass auch “Global Creative Director” Dirk Schönberger lieber in Berlin-Mitte als in Herzogenaurach wohnt, verwundert daher nicht wirklich.

Um mehr potentielle Mitarbeiter nach Bayern zu locken, hat ADIDAS sogar eine eigene Micro-Page erstellt, auf der Videos zu sehen sind, von den ganzen vielen internationalen, fröhlichen Mitarbeitern, die sich total wohl im total internationalen, total fröhlichen Herzogenaurach fühlen.

Für die drei Ex-NIKE-Designer indes, die offensichtlich keinen Bock darauf haben, in der bayrischen Provinz zu leben, wird ADIDAS in 2015 eigens ein “Creative Studio” im New Yorker Stadtteil Brooklyn eröffnen. Wir gehen davon aus, dass dieses Zugeständnis ein nicht unwichtiger Teil des Deals der drei war.

Von: Jakob

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