‘Look du Jour’

Look du Jour – 24

Der Clochard-Look – wahrscheinlich der Liebling all meiner Looks. Eine Ästhetik, die im Normalfall aus der Not heraus geboren wird, die ich wirklich beeindruckend finde. Clochards sind in modischer Hinsicht durchaus inspirierend, warum das verwerflich sein sollte, ist für mich fraglich. Sich wie ein Clochard zu kleiden, ohne Clochard zu sein, finde ich legitim. Zerstörter Hut, Lage über Lage und zerschlissenes Seil am Fuss. Ein Detail, das den Look komplettiert, ist der Bart. Möglichst lang und wild gewachsen.

The tramp look – probably my favourite look. An aesthetic that is born usually out of necessity. Tramps are quite inspiring in fashion terms, why this should be objectionable, is questionable for me. And also dress yourself like a tramp,  without being a Tramp , I think is okay.  A detail that completes the look, is a big beard.

Fotos: Kaja Smith

Look du Jour – 22

Fotos: Kaja Smith

Nicht allzu lang ist es her, da nahm ich für ein Look du Jour auf einem bleiernen Pferd Platz. Nun also auch mal ein Pferd aus Fleisch und Blut. Noch dazu ein überaus schönes Exemplar, das auf den klangvollen Namen Gladur hört. Tragen tue ich einen politisch inkorrekten Look, der von dem Despoten Kaiser Wilhelm II. inspiriert ist. Die Schärpe stammt aus dem 1. Weltkrieg, der Orden aus dem 2. Weltkrieg. Spats, ein Schuhschutz aus dem späten 19. Jahrhundert, kleiden meine Schuhe.

Not too long ago, we took a Look du Jour Shoot on a leaden horse. So today I sit on a horse of flesh and blood. Which answers to the name Gladur. I am wearing a politically incorrect look that is inspired by the despot Kaiser Wilhelm II. . The sash originates from the First World War, the medal from the Second World War. Spats, a shoe protection from the late 19th Century, are dressing my shoes.

Look du Jour – 21

Fotos: Kaja Smith

Der Kontrast, der durch Location und Outfit ensteht, gefällt mir. Das Licht, das Grün des Waldes im Zusammenspiel mit dem schwarzen, ja fast schon futuristischen anmutenden Outfit lassen eine ungewöhnliche Bildsprache entstehen. Der Look, Shorts-over-Leggins, den Korki, das Ehrenmodel von Dandy Diary trägt, ist mein favorisierter Look für den Sommer 2010. Ein Look, der in Zukunft immer öfter zu sehen sein wird.

I like the contrast that results from location and outfit. The light, the green of the forest in conjunction with the black, almost futuristic-looking outfit already create an unusual visual language. The look, shorts-over-leggings, that Korki, the crazy guy in the forest, wears is my favorite look for the summer of 2010. A look that will be seen in future more and more.

Look du Jour – 20

Schauplatz des Shootings war die frühere irakische Botschaft, die Geisterbotschaft von Berlin. Ein Ort, dessen Boden gepflastert ist mit verrottenden Akten, Visa-Anträgen und Tonbändern. Zwanzig Jahre ist es her, da schloss man die Botschaft im Osten Berlins. Seitdem verfällt sie. Sie stirbt und lebt dabei. Wie ein Schiffswrack am Meeresgrund, das zum Heim von Korallen und Fischen wird. Für Souvenirsammler ist die alte Botschaft ein Paradies. Wenn man Glück hat, findet man alte Tonbandaufnahmen von Saddam Hussein oder anti-iranische Propagandapostkarten. Wir fanden eine Location vor, die uns als prädestiniert schien, die neue Hut-Kreation abzulichten. Ein Chinesenhut, der mit Leder überzogen ist und an dessen Ende transparenter Seidenstoff befestigt worden ist. Verhüllende Transparenz, sozusagen.

Look du Jour – 19

Fotos: Georg Roth

Punkte sind die neuen Sterne. Lange Zeit sah man Punkte allerhöchstens auf den avantgardistischen Entwürfen von Comme des Garcons. Das ist vorbei. Grossflächige Punkte-Prints werden immer häufiger gezeigt. Gut so. Die Jacke, die ich während des sonnigen Tages im Paradies trage, stammt aus einem Second-Hand Laden aus der Schweiz. Der wundervolle Dalmatiner hört auf den Name Rudi. Und der Pfau besitzt ein Federkleid, das ich mir allzu gern mal ausborgen würde.

Look du Jour – 18

Fotos: Georg Roth

Kunst trifft auf Mode. Den Rahmen der Look du Jour- 18 Fotostrecke bilden Kunstwerke von Georg Roth, meinem Vater. Gezeigt werden Objekte der Reihe “Bleiregen”, die sich mit männlicher Gewalt auseinandersetzt. Ich trage ein Oberteil des Designers Panayiotis Lappas, der mir während meiner Zeit in London Obdach gewährte. Dazu eine WoodWood Hose und einen Umhang von Damir Doma. Als Inspiration für den Hut, der eine Eigenkreation ist, dienten die australischen Hüte, die mit kleinen hängenden Korken versehen sind um die lästigen Fliegen des Outbacks aus dem Gesicht zu vertreiben.

Look du Jour – 17

Im kalten Berlin haben sich Fotografin Kaja Smith und Korki, Exklusivmodel für Federkleider aller Art, zusammengetan um die Reihe des Federkleids fortzusetzen. Federkleid Numero Uno, ein Jacket mit 666 Fasanenfedern, wurde im Hühnerstall abgelichtet. Federkleid Numero Due, ein Jacket mit 666 Truthahnfedern, wurde auf einem Baum im Treptower Park abgelichtet. Andere Location, andere Federn – Innovation pur, oder?

Fotos: Kaja Smith

Look du Jour – 16

Im Monat März werde ich ein Praktikum bei Dazed&Confused in London machen, daher wird dieses Fotoshooting vorerst das letzte gewesen sein. ich denke, dass es Zeit ist auf die breite Krawatte zu setzen. die schmale Krawatte, sowie der komplette Skinny-Look ist passé. die Schuhe, die um zwei Reißverschlüsse in der Front bereichert wurden, stammen aus einem Second-Hand laden.

Fotos: Kaja Smith

Look du Jour – 15

Als Mann in einem Rock gut auszusehen ist schwierig. aller Wahrscheinlichkeit ist es leichter auf einem Katamaran, wohl bemerkt unbewaffnet, das horn von Afrika zu durchqueren. rock und Mann, eine Kombination, die schnell zu grauenvollen Assoziationen Führt. Olivia Jones beispielsweise. oder einen Raver Pupillen groß wie eine Haselnuss, der sein Zungenpiercing zum Takte der Musik drehen lässt. Trotz aller Schwierigkeiten und den ungünstigen Grundvorrausetzungen, Kurze, behaarte Beine, habe ich mich in einem Rock versucht.

Fotos: Kaja Smith

Look du Jour – 14

Location: Schloss Sanssoucci, Potsdam.
die freigelegte Schulterpartie der Jacke ermöglicht einen Einblick, der in diesem fall ein Hemd mit Blumenprint zeigt. die Kopfbedeckung, ein Damenhut mit außergewöhnlicher form, habe ich in einem Second-Hand laden in Berlin erstanden. erinnern tut mich der Hut an die Designs von Rike Feuerstein, eine Berliner Hutdesignerin.

Fotos: Kaja Smith

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