“Bumble” in the Jungle

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Ich bin ein vergleichsweise schüchterner Typ. Daher kam es nicht allzu oft vor, dass ich mich nüchtern der Herausforderung des „Flirt“ stellte. Zuletzt in München, Anfang 2000, kurz vor Jahren der darauf folgenden Beziehungen, welche immer Zufallsprodukte waren.

Ich trainierte meinen Bizeps in einem Fitnessstudio, als ich eine bezaubernde Frau auf dem Laufband erblickte. Ich fasste all meinen Mut zusammen und lief auf sie zu, um andächtig vor ihr stehen zu bleiben und stotternd zu fragen: „Willst du mit mir was essen gehen“?

Sie schaute mir tief in die Augen. Und sagte: „Nein“. Mir wurde kurz schwarz vor Augen, dann kam ich wieder zu mir und taumelte schwer angeschlagen davon. Im Jahr 2016 muss so ein Drama Gott sei Dank niemand mehr erleben.

Dating-Apps machen es Singles heute deutlich leichter. Die neuste Innovation auf dem Markt der Liebe heißt BUMBLE Gegründet wurde „Bumble“ Anfang des Jahres von Whitney Wolfe – einer der Mitgründer von Tinder. EPIC!DEVELOPMENT holt die App nun nach Deutschland.

Bei Bumble hat – im Gegensatz zu Tinder – die Frau das Sagen: Sie muss binnen 24 Stunden nach dem „Match“ den ersten Schritt machen und ihren Dreamboy anschreiben, andernfalls ist er wieder weg aus der Vorschlagsliste.

Außer der Mann zieht seinen Joker und verlängert sein Interesse für weitere 24 Stunden, was jedoch ihm jedoch nur einmal pro Tag vergönnt ist. Das Bumble-Team besteht – wie könnte es anders sein – fast ausschließlich aus Frauen.

Konzeptuell setzt Bumble genau dort an, wo die Konkurrenz seine größten Schwächen zeigt: zu viele Dead-End-Matches – viele Nachrichten von Männern bleiben für immer unbeantwortet, die Interaktion ist bei Bumble deutlich höher (60%).

Auch für die Boys und Girls, die einfach nur nach neuen BFFs suchen, hat Bumble hat etwas zu bieten: den BFF Mode, in dem ausschließlich nach neuen Freunden gesucht werden kann, besonders spannend für alle Zugezogenen.

Doch dass die Frau den „ersten Schritt machen“ muss, ist sicherlich der spannendste Part der neuen Dating-App mit bereits über 3 Millionen Usern.. Irgendwie zeitgemäß. Außerdem werden so sicherlich eine Vielzahl einfallsloser, schlechter Anmachen verhindert. Bumble hätte sicherlich auch damals geholfen. Anfang 2000. Im Fitnessstudio.

Category: News

Tags: Bumble, Dating-App

Von: David Kurt Karl Roth

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