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BoysBoysBoys Geburtstagsfeier in Hamburg

Geburtstage feiern ist eigentlich ja eine ziemlich langweilige Sache. Schöne Menschen, starke Drinks und ein wenig Ekstase können solche Tage aber dennoch ganz okay werden lassen. Das hat sich auch Yves Hanke, 31, gedacht. Um den Geburtstag seines Ladens BoysBoysBoys in Hamburg zu feiern, lud er schöne Menschen ein und servierte starke Drinks. Das mit der Ekstase konnte bei der Kombination natürlich auch nicht ganz vermieden werden.

Yves Hanke, Foto: Philip André

Seit 8.00 Uhr war Yves an diesem Freitag schon auf den Beinen, um alles zu arrangieren. Ab 12.00 Uhr sollte die Feierei langsam beginnen, um Mitternacht dann in die Bar Morphine weiterziehen. Bevor Yves (eher weniger) und ich (eher mehr) zu betrunken waren, hab ich ihm noch ein paar Antworten zu seinem Store aus den schmalen Rippen geleiert.

Yves, wie zur Hölle kamst du auf diesen wahnsinnig catchy Namen für deinen Laden?
Das war eine Schnapsidee. Ein Freund von mir hatte Geburtstag und ich hatte kein Geschenk. Also hab ich an dem Tag ein T-Shirt in einer Druckerei bedrucken lassen, mit BoysBoysBoys. Das fand ich dann aber so toll, dass ich es selber auf der Party angezogen habe. Den ganzen Abend kamen dann Leute an und wollten Fotos mit mir machen, das war eine extreme Resonanz. Als ich dann meinen Laden aufmachen wollte, war der Name sofort klar.

Was hast du erwartet, damals, vor einem Jahr?
Der Laden ist mein Baby, da steckt ganz viel Arbeit von mir drin und auch von meinen Freunden. Wir haben hier wie im Jugendzentrum zu zehnt, fühnfzehnt den Laden gestrichen und alles in Eigenregie aufgezogen. Das war toll.
Deswegen hab ich damals natürlich gehofft, dass mein Konzept funktioniert und aufgeht. Und jetzt nach einem Jahr, ich will mich nicht zurücklehnen, aber ich merke, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich bekomme nur positives Feedback.

Was ist das für Feedback?
Unten im Laden ist ja eine sehr intime Atmosphäre. Das ist eben nicht wie bei H&M, wo tausend Leute reinrennen. Ich kann jedem Kunden Zeit widmen und ihm was erzählen, wenn er möchte. Das kommt gut an.

Was waren, bei all den positiven Rückmeldungen, deine Highlights in diesem ersten Jahr?
Ganz am Anfang als ich aufgemacht habe, kamen einige Herren und Paare, die sich verirrt hatten. Die haben wohl etwas anderes erwartet, wegen des Namens und der Lage im Keller.
Ein Highlight war aber auch, dass das Magazin GQ meinen Laden zu den 40 besten Shops in Deutschland gekürt hat.
Highlights sind aber auch jedes Mal die Fashion Weeks in Paris, zu denen ich fahre. Als ich bei der Vibskov-Show war, hat einer im Publikum ein Boys Boys Boys-Shirt getragen. Das war toll.

Die scheiss-erfolgreiche BoysBoysBoys-Tasche, Foto: Philip André

Fährst du auch auf andere Fashionweeks?
Nächstes Jahr will ich auch mal nach London. Mailand ist mir zu klassisch, Kopenhagen ist zu viel Mainstream, da interessiert mich wenig. Nach Berlin fahre ich natürlich auch. Paris ist für mich aber definitiv die Modestadt überhaupt.

Was interessiert dich bei den Modewochen?
Schauen interessieren mich nicht so großartig. Klar ist das alles toll, aber ich geh dann vielleicht zu zwei, drei Schauen maximal. Für mich sind die Showrooms interessanter. Ich will die Sachen anfassen, sie selber anziehen, schauen, wie die Größen ausfallen.

Was nimmst du mit an Erfahrungen, aus dem ersten Jahr?
Natürlich werde ich viel schlauer, was den Einkauf angeht. Da geht es um Größen, die funktionieren. Man kann die tollsten Sachen im Laden haben und dann passen die einfach nicht, wenn man zu viel von den falschen Größen bestellt hat. Das ist ein Lernprozess, der kostet Geld und Nerven.

Was sind deine Pläne für das zweite Jahr?
Das Label BoysBoysBoys, was es bislang nur als Taschen, T-Shirts und Tanks gibt, werde ich noch vertiefen. Ich möchte zum Beispiel eine Jeans machen. Aber ich möchte nicht kollektionsgebunden arbeiten, sondern projektbezogen.
Ich finde die Mode manchmal zu schnelllebig, was nicht heißt, dass ich nicht mitkomme oder dass früher alles besser war, aber manche Sachen machen einfach keinen Sinn. Ich verstehe dann nicht, warum sie in diesem Jahr ganz toll sind und das nächste Jahr will sie niemand mehr sehen.
Ich mag Sachen, die jetzt funktionieren, aber auch noch in zehn Jahren, also eher zeitlose Entwürfe.

Welches Publikum kommt in deinen Laden?
Das ist komplett unterschiedlich. Einen großen Teil machen siebzehnjährige Mädchen aus, die immer in Gruppen erscheinen und sich den Beutel kaufen. Dann gibt es modeinteressierte Mittvierziger mit dickem Geldbeutel. Bei mir ist alles dabei, vom Teenager über junge Erwachsene bis zu Leuten, die schon fest im Berufsleben stehen, Stil haben, wissen, was sie wollen und gerne eine Rick Owens Jacke für 400,- Euro kaufen.

Zwar nicht mehr siebzehn, aber trotzdem im Laden, Foto: Philip André


Wieviele Leute kommen im Schnitt pro Tag?
Es kommen so 15 bis 20 Leute pro Tag unter der Woche und Samstags dann meist 50. Das ist für meine Lage und Aufmachung wirklich gut. Daran sehe ich auch, dass das, was ich hier mache, total aufgeht.

Warum hast du dich für Hamburg als Standort entschieden?
Ich lebe hier seit zehn Jahren, mag es hier, habe hier einen festen Freund. In Berlin wäre ich einer von vielen mit dem Laden. Ich sehe da in Hamburg eine total große Lücke, die ich versuche ein bisschen zu schließen. Hier kann ich ein Klientel bedienen, das von niemand anderem bedient wird.

Dass Yves definitiv ein besonderes Klientel bedient, wurde wenig später offenbar. Wir wollten Fotos von der mega-bekannten BoysBoysBoys Tasche machen. Nach kurzem Rumfragen fanden sich sofort Freiwillige, die sich die Tasche ans steife Glied schnüren wollten – das war die Bildidee. Leider scheiterte das Vorhaben dann am zu großen Druck im Kopf und zu wenig am Pillermann. Dafür hat sich dann aber ein Wahnsinnstyp gefunden, der sich die Tasche wenigstens in den Po schieben ließ. Die Tasche durfte er selbstredend behalten. Bei Urban Outfitters und American Apparel, wo Yves vor Eröffnung seines eigenen Ladens gearbeitet hat, wäre das so sicherlich nicht möglich gewesen. Happy Birthday BoysBoysBoys.

Geburtstage ohne Luftballons sind öde, Foto: Philip André

Mehr Fotos hier.

LOOKS

SPECIAL

 

Interview: Formel E-Rennfahrer Bruno Senna

Bruno Senna ist nicht nur der Neffe des großen Rennfahrers Ayrton Senna, sondern auch - zumindest kurzfristig - der neue “Follow Your Nature”-Protagonist der deutschen Modemarke MARC O’POLO. Kurzfristig deshalb, weil MARC O’POLO nur ein Rennen lang mit Senna wirbt, nämlich während des Formel E-Rennens am Flughafen Tempelhof.

Wie spontan die Kooperation zustande gekommen ist, zeigt sich auch am Branding. Anstatt das Markenlogo zu den anderen Logos auf den Rennanzug zu sticken, wurde es mit Klebeband festgeklebt. Eine solch punkige Attitüde wäre in der durchreglementierten Formel 1 sicher nicht möglich gewesen, in der noch jungen Rennserie Formel E ist das hingegen kein größeres Problem.

Auf der Pressekonferenz in Berlin wurde derweil schon laut darüber nachgedacht, das Sponsoring auf die komplette Saison auszuweiten. Man schien sich gut zu verstehen.

Nach der Konferenz, die eine recht ansehnliche Schar an aufgekratzten Fotografen angezogen hatte, haben wir kurz mit Senna über seinen Casual-Stil, Sponsorings und die Kooperation mit MARC O’POLO gesprochen:

Wann hast du das erste Mal von MARC O’POLO gehrt?

Ich habe von der Marke schon vor einiger Zeit gehört, wusste aber nie so genau, wofür sie steht. Meine Schwester hat ein paar MARC O’POLO-Teile. Die hatte sie aus Europa mitgebracht. So richtig habe ich die Marke aber erst durch die jetzige Zusammenarbeit kennengelernt.

Du trägst offensichtlich gerade MARC O’POLO. Denkst du, dass das Sponsoring auch außerhalb von Presseterminen deine Garderobe beeinflussen wird?

Ich hoffe sehr. Leider habe ich auf dieser Reise nur einen kleinen Koffer dabei, sonst würde ich mir noch ein paar Teile einstecken. Aber vielleicht schicken sie mir ja auch was nach Hause. Ich mag die bequemen Sachen von MARC O’POLO. Sie haben sehr gute Basics. Ich mag nicht gern Sachen, die zu sehr flashen. Dafür bin ich nicht der Typ. Von daher ist MARC O’POLO die perfekte Marke für mich.

Auf den Pressebildern trägst du ein MARC O’POLO-T-Shirt unter deinem Rennanzug. Ist das authentisch?

Das haben wir nur für das Foto gestellt. Unter unseren Rennanzügen müssen wir langärmelige, feuerfeste Oberteile mit hohem Kragen tragen. Etwas anderes ist nicht erlaubt. Sollte MARC O’POLO die Zusammenarbeit verlängern, könnten wir sicher über gebrandete eigens für die Rennen hergestellte Kleidung nachdenken.

Neben MARC O’POLO ist der Rasiererhersteller GILLETTE einer deiner Sponsoren. Wieviel denkst du über dein Aussehen und deine Garderobe nach?

Wenn man als Markenbotschafter für große Marken arbeitet, muss man schon gut darauf achten, wie man sich darstellt. Ich versuche dabei immer eher bequeme Sachen zu tragen. Ich komme aus Brasilien, da trägt man ja ohnehin am liebsten so wenig wie möglich. In der Öffentlichkeit versuche ich schon mein casual Image zu schützen und passend dazu gekleidet zu sein. Ich mag Polo-Shirts und so einen Kram. Es darf nur nicht zu eng sein. Bei formelleren Anlässen trage ich natürlich auch mal einen Anzug, am liebsten bleibe ich aber casual.

Ist es Teil deiner Zusammenarbeit mit GILLETTE, immer glatt rasiert in der Öffentlichkeit aufzutreten?

Ja, das ist so. Wir arbeiten seit 2011 zusammen und ich muss seither darauf aufpassen, nicht unrasiert aus dem Haus zu gehen.

Die aktuelle Kampagne von MARC O’POLO läuft unter dem Motto “Follow Your Nature”. Welcher Natur folgst du?

Ich habe mich schon immer für Sport, Outdoor-Aktivitäten und den Wettkampf interessiert. Das kann ich in der Formel E gut miteinander kombinieren. Dort habe ich den Wettkampf, ohne der Umwelt zu schaden.

Fährst du denn auch privat ein Elektro-Auto?

Nein, noch nicht. Ich bin mal einen Tesla gefahren. Aber das Auto ist einfach zu groß. Ich wohne in Monaco, das ist keine gute Stadt für große Autos.

Wer NOCH mehr erfahren will, über Bruno und Marc O’ klicke doch einfach hier oder hier.

Von: Jakob

 

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Londons Grime Revival

Wenige Stunden vor den Brit Awards 2015, so die Legende, bekam SKEPTA einen Anruf von Kanye West.

YEEZUS bat den heißesten UK Grime Artist seine Posse zusammenzutrommeln, um bei seinem Song “All Day” bei den Brits mit ihm auf der Bühne zu stehen. Die Underground-Bewegung Grime erreichte den Mainstream.

Grime entstand in den frühen 2000er Jahren in London aus UK Garage, Dancehall, Hip Hop und Drum and Bass. Im Grime rappen MCs entzürnt im Schnellfeuermodus auf 135 – 140 BPM Sounds.

Was London derzeit erlebt – musikalisch wie modisch – ist ein Grime Revival. SKEPTA, der bereits zu Anfangszeiten mit seiner “Boy Better Know” Crew Grime maßgeblich beeinflusst hat, wird vom Underground-Hero zum Pop Icon. Das lange Zeit lokale East London Phänomen Grime wird zum weltweiten Exportgut.

Mode hat im Grime schon immer eine bedeutende Rolle gespielt. Im Garage, aus dem Grime hervorging, trug man Show-Off-Labels wie Moschino, Versace oder Iceberg. Teure Marken, die sich die East Londons Kids nicht leisten konnten. Der Zutritt zu den angesagten Clubs blieb ihnen somit verwehrt.

Sie trugen die Uniform der Straße : Caps, Trainingsanzüge und Sneaker und starteten ihre eigene Bewegung – fern ab der Garage Clubs – auf Grime Raves, welche immer wieder von der Polizei beendet wurden.

“Der Mann” des Revivals – Skepta – hat für NASIR MAZHAR den Soundtrack für seine SS 2015 Kollektion produziert. Bei der Nasir Mazhar Afterparty rockte SKEPTA das Publikum mit seiner “Boy Better Know” Crew.

Skepta ist musikalisch wie modisch ein Vorbild für eine ganze Generation. Sein Look steht exemplarisch für die zweite Welle Grime. Er trägt NIKE Hoodies der Combat-Line, die New Era Lake Elsinore 59FIFTY Fitted Cap “That’s not me”), NIKE Ticker-Tasche, Slazenger Sweater, Helly Hansen Jacke, NIKE Air Max 95.

Im Video zu “Shutdown” – kann man wunderbar den Look von Skepta und seiner Gang studieren. SKEPTA selbst trägt im Musikvideo von Kopf bis Fuß COTTWEILER. Ansonsten sieht man noch Items von Stone Island, Supreme, Adidas und immer wieder: NIKE, die wohl wichtigste Marke beim Grime Revival.

Es gibt viele Überschneidungen zum Internet-Phänomen Health Goth, in dem es vorrangig auch um schwarze Performance-Wear geht, doch GRIME ist mehr gangsta, weniger sporty, außerdem eine Bewegung, in der die Herkunft eine wichtige Rolle spielt, auch modisch.

VIDEO

FASHION SHOWS

 

New York Fashion Week: Hood by Air AW 2015

HOOD BY AIR präsentierte die neuen Kollektion “Daddy” in kellerartigen Räumlichkeiten in der Wall Street, dem Zentrum der Finanzen.

HBA Mastermind Shayne Oliver zeigte Klassiker der Mode wie Button-Down Shirts, Pullover und  Polo T-Shirts in der typischen Unisex Hood by Air Silhouette. So kam es zu Hybriden aus Poloshirt und Kleid. Oder Camel Coat und Tank Top.

Die Models trugen Schlösser vor dem Mund und Strumpfhosen über dem Kopf, wie ein Einbrecher. Der Soundtrack der Show Total Freedom wurde schlagartig beendet, es folgte Jazz, unterlegt mit einem Zitat der Show Empire:

“I wanna show you a faggot really can run this company”.

Wie sehr HBA auch in der Kunstwelt angekommen ist, zeigte sich an den Gästen der Show, unter anderem waren Klaus Biesenbach und Grace Coddington gekommen, um Olivers neue Arbeit zu begutachten.

Es scheint als wäre HBA, auch nach dem Diss von dem einstigen Supporter A$AP ROCKY, nach schwer angesagt.

 

 

 

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Throwback! New York City! Dandy Jakob amp and round about 4kg fake meat at a Buddhist reataurant somewhere in Chinatown!