Berlin Fashion Week: weitere Highlights

Die Berliner Fashion Week ist vorbei – und ich bin krank. Das war bislang nie anders, wird es wohl auch niemals sein und gehört nunmal dazu.

Aber ebenjene Krankheit ist immer auch Symptom einer guten Woche. Neben den allgegenwärtigen Partys und dem damit einhergehenden aufgekratzten Event-Gehoppe habe ich mir auch ein bißchen Mode angeschaut.

Während David sich fleißig den Arsch bei den wichtigsten, weil interessantesten Shows der Woche platt gesessen hat (nachzulesen hier, hier und hier), habe ich eher selektiv und weniger sklavisch gearbeitet. Daher hier meine denkbar subjektivistischste aller Highlight-Zusammenstellungen:

1. Edward Norton bei HUGO BOSS

Zwischen Claus-Dietrich Lahrs, dem CEO der Hugo Boss AG, und vor allem eingerahmt von Rene Zellweger und Pixie Geldorf, saß der Fightclub-Prügelknabe Edward Norton. Natürlich trug er Hugo Boss. Alle anderen auch. Und sie sahen samt und sonders hervorragend aus.

Auf der After-Show Party ist mir Pixie Geldorf dann noch kurz in den Schoß gestolpert. Leider ohne Eddie Norton. Ich stieß sie also wieder weg – und damit fast zu Boden. Egal.

Auch gut bei der HUGO BOSS-Show: das dunkle Rot der Herbst/Winter-Kollektion 2013.

2. Eine kurzärmelige Bomberjacke bei G-Star

Weil G-Star seine Show ja unbedingt direkt am Tag nach unserer kräftezehrenden Opening-Party veranstalten musste, kam ich natürlich völlig übermüdet und vor allem als letzter Gast in die Show-Location, eine Kirche, gehastet. Das hatte zum Ergebnis, dass ich stehen musste – und somit beinahe vor Erschöpfung umgefallen wäre.

Von der Show bekam ich so recht wenig mit und wurde erst wieder einigermaßen klar im Kopf, als ich die kurzärmelige Bomberjacke mit den langen Lederhandschuhen, die man sonst eher von Dokumentationen über Kuh-Besamungen kennt, sah. Klasse Kombination! Kuh-Besamung und Kampfflieger-Ästhetik. Da konnten nichtmal die auch sehr starken G-Star-Latzhosen mithalten. Im Herbst/Winter 2013 werde ich vielleicht ausschließlich so rumlaufen.

Auch gut bei der G-Star-Show: die After-Show-Party im Kater Holzig, auf der ich nicht weniger als meinen Verstand verlor.

3. Couture aus Teppichen

Mutig auf der unfassbar schmalen, weil undefinierbaren Grenze zwischen Absurdität und Wahnsinn wandelte der Teppichhersteller KORHANI, der Abendkleidung aus – Achtung! – Teppichen zeigte. Absoluter Irrsinn, absolut gut!

Natürlich waren die gezeigten Klamotten reine Show-Pieces, aber vielleicht fühlt sich der ein oder andere Besucher der Show ja angeregt, ein Outfit nachzuschneidern. Die Teppiche gibt’s schon für 80,- Euro. Wir sagen mal ganz punkig: “DIY til I die!

Auch gut bei der Korhani-Show: die grünhaarige Amazone Bonnie Strange trug den Teppich gleich so, dass man direkt drauf stehen konnte. Auch wir stehen drauf – na klar!

Category: Fashion Week Berlin

Tags: Berlin, Boss, edward norton, Fashion Weeks, g-star, highlights, hollywood, Hugo Boss, korhani

Von: Carl Jakob Haupt

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