Berlin Fashion Week: Was die anderen so schreiben…

Die Berlin Fashion Week ist vorbei: Zeit sich mal durchzulesen, was die anderen so schreiben:

Im SPIEGEL ONLINE Artikel Abschluss der Berliner Modewoche: Das war die Berliner Fashion Week berichtet man von den neuen (!) Trends Transparenz, Öko-Mode, Schwarzweiß und bauchfreien Tops.

Zählt die beeindruckenden Fakten der Modewoche auf: “Es gab ein Dutzend Modemessen in der Stadt, 2500 Aussteller und rund 250.000 Besucher. Allein 50 Schauen standen im Modezelt am Brandenburger Tor auf dem Programm. Jede Fashion Week bedeutet nach Angaben von Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer eine zusätzliche Wirtschaftsleistung von rund 120 Millionen Euro”

Und auch die gesichteten A- bis C-Promis werden in bester Yellow Press-Manier penibel aufgelistet: “Zu Guido Maria Kretschmer kamen unter anderem Judith Rakers, Jenny Elvers-Elbertzhagen, Detlev Buck und Katja Riemann”.

Tilman Prüfer – die Koryphäe der Zeit – klärt in Deutschlands risikoscheue Modehändler auf – “Mode ist nicht nur das Zeug, das Frauen tragen. Sie ist eine Antwort auf die Gegenwart”. Er sah “grauenhaften Kitsch, mittelmäßige Kaufhausmode und hervorragende Design-Talente.” Besonders gut gefielen ihm die Kollektionen von Perret Schaad, Vladimir Karaleev, Augustin Teboul, Achtland  und Kaviar Gauche.

Wie immer höchst unterhaltsam schreibt Prüfer auch von der “Berlinienne” – der modebewusst-modernenen Berlinerin – die sich, im Gegensatz zur französischen Parisienne  – die Berliner Modemacher nicht leisten kann oder will, denn Berliner Mode wird noch immer größtenteils im Ausland verkauft. 

Das VICE MAGAZINE resümiert: “Der Berliner Fashion Week fehlt es vor allem an Einem: Relevanz.”. Man kritisiert die Jahrmarkt Atmosphäre, die D-Promis und peinliche Designer wie Guido Maria Kretschmer. Auch das Ex-Enfant-Terrible Patrick Mohr kam in dem Ich war auf der Berliner Fashion Week und es war schrecklich Artikel nicht besonders gut weg:

“So hat die Präsentation von einem Patrick Mohr eher das Niveau einer Esmod-Abschlussklasse. Die Show von Patrick war ein bisschen wie die eines Modedesignschülers, der sich selbst verwirklichen will”.

Mit “düsseldorfig” umschreibt man beim VICE amüsant und irgendwie treffend das Szenario im Fashion Week Zelt. Denn Berlin darf ruhig Berlin sein, auch zur Modewoche. 

Von: David Kurt Karl Roth

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