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Berlin Fashion Week: Leandro Cano gewinnt “Designer for Tomorrow”-Award

Leandro Cano hat den Marc Jacobs Gedächtnis-Preis, den Designer for Tomorrow-Award, gewonnen. Wir gratulieren dem 28-Jährigen Spanier von Herzen – auch wenn uns seine Kollektion natürlich nicht die Bohne interessiert.

Denn Cano sieht zwar aus wie ein Holzfäller, macht nach eigener Aussage aber Mode für “sophisticated and classy women”. Das ist für uns Männermodeblogger natürlich total uninteressant.

Das Fass lief dann endgültig über, als Marc Jacobs ihm den Preis überreichte. Cano heulte wie ein kleines Mädchen, das nach jahrelangem Warten endlich ein Pony geschenkt bekommt.

Von daher passt’s dann doch ganz gut, dass Cano Frauenmode macht. Wo sollte das denn bitte auch hinführen, wenn so ein weinerlicher Typ Männermode macht!? Wahrscheinlich würde er irgendwann bei Jil Sander landen.

SPECIAL

 

Dandy Talks: Rafael Horzon

Im dritten Teil, der eigentlich nicht weniger als der Auftakt unserer neuen Imbissbuden-Interview-Reihe DANDY TALKS werden sollte, sprachen wir mit dem Bestseller-Autor und Unternehmer Rafael Horzon.

Rafi, wie ihn Freund und Feind nennen, hat es nicht nur mit seinem aggressiven Möbelladen “Moebel Horzon” geschafft, IKEA aus Berlin-Mitte fernzuhalten, sondern gilt, seit es in der GQ Deutschland stand auch als Erfinder des wundersamerweise immer noch recht angesagten Normcore-Looks. Warum er sich das Krokodil vom LACOSTE-Hemd schneidet und dass er tatsächlich einmal die Pastorentochter Angela Merkel traf, verrät er im extrem ausführlichen Dandy Talk. Hier lernen wir sehr viel über den Mensch Rafael Horzon, der als solcher immer noch irgendwo auch hinter der blendenden Fassade des erfolgreichen Unternehmers steht.

Viel Spaß beim Schauen wünschen wir – und bedanken uns an dieser letzten aber nicht leasten Stelle auch noch recht herzlich bei unseren Freunden von Huawei, die uns erst auf die Idee gebracht haben, mit dem Talk, indem sie uns zwei P9 Smartphones geschickt und uns maximal subtil darauf hingewiesen haben, dass es mal Zeit für einen Perspektivwechsel wäre. Also haben wir von Selfie-Kamera auf Frontkamera geswitcht und los gings.

Von: Jakob

LOOKBOOKS

 

Chris Brown x SNIPES – Capsule Collection

Nachdem SNIPES neulich schon mit dem Rapper Machine Gun Kelly kollaborierte, geht es nun mit Chris Brown in die nächste Runde. Passend zum Style des Sängers gibt es eine Capsule Collection mit Kapuzenpullovern in pastelblau und rosa, einem astreinen Jogginganzug, der selbst jeden Ost-Londoner Halbstarken Stolz machen würde und einem Trikot-Jersey. Alles auf den Punkt genau zeitgemäß. So macht man das heutzutage.

Der Sänger, der – glaubt man der Legende (was wir ja immer sehr gern tun) – in einer Tankstelle aufwuchs, mit 15 Jahren entdeckt wurde und dann schnell seinen ersten Nummer 1-Hit hatte, sagt zur Zusammenarbeit mit dem Streetwear-Label: „SNIPES fördert Kreativität und versteht, dass Künstler sich entwicklen. Mir als Künstler ermöglichst das mit einer Lifestyle-Brand ohne Kompromissen zu arbeiten und meine Kreativität zum Ausdruck zu bringen.“

Im zur Kollektion erscheinenden Video zeigt Brown dann auch gleich mal, wie GENAU er seine Kreativität zum Ausdruck bringt: er tanzt extrem smooth durch die Gegend, junglet durch die nächtliche Großstadt und malt ein Graffiti auf eine Leinwand.

Die Chris Brown x SNIPES-Kollektion ist ab dem 6. Juni online auf www.snipes.com und in ausgewählten SNIPES-Stores erhältlich. 

 

NEWS

 

Propaganda für die Schönheit des Hässlichen: Lotta Volkova

In den letzten Jahren haben zwei Männer aus dem Osten Europas der Modewelt ihre ganz eigene, bisher ungesehene Soviet-Ästhetik aufgezwungen: Demna Gvasalia, Kreativdirektor bei Vetements und Balenciaga und Gosha Rubchinskiy sind die wohl bekanntesten Vertreter der Hochkonjunktur habenden Schönheit des Hässlichen.

Waren bis vor kurzem kleine Models mit kurz geschorenen Köpfen, das Logo eines Logistikunternehmens auf T-Shirts und zwischen dreckigen Trucks auf Raststätten fotografierte Lookbooks völlig undenkbar, ist all das derzeit nicht nur erlaubt, sondern extrem „en vogue“.

Verantwortlich für einen Großteil der scheußlich-stilvollen Visualitäten sind aber nicht nur Gvasalia und Rubchinskiy, sondern auch und vor allem eine gewisse Lotta Volkova, die mit beiden Designern eng zusammenarbeitet.

Die in Vladivostok geborene Russin zog es früh nach London, wo sie eine ein bisschen zu coole Mischung aus Kunst, Fotografie und Modedesign am sowieso viel zu coolen Central Saint Martins College studierte.

Während ihrer Zeit auf der Insel gründete Volkova 2004 ihr eigenes, heute nicht mehr bestehendes Label „Lotta Skeletrix“, welches alsbald von Rei Kawakubo entdeckt, für gut befunden und in das Programm des Dover Street Market, der Londoner Verkaufsfläche von Comme des Garcons, aufgenommen wurde.

Statt sich auf diesem Ritterschlag auszuruhen, zog die 31-jährige daraufhin nach St. Petersburg, wo sie mit Gosha Rubchinskiy für verschiedene Shootings und Projekte zusammenarbeitete, bevor sie 2007 schlussendlich nach Paris zog. Durch ein zufälliges Treffen (was ein Glück!) mit Ellen von Unwerth begann sie mit dem Styling.

Das macht sie bis heute hocherfolgreich. Nicht nur die zwei oben genannten Designer vertrauen ihr, auch namhafte Magazine wie Dazed&Confused, ID und 032c zählen zu ihren Kunden.

Und das völlig zurecht. Denn die von Lotta propagierte Ästhetik ist nicht nur eine bisher selten gesehene, sondern wird auch vom Feuilleton und den Cool Kids gleichermaßen geliebt.

Allen, die es nicht sowieso schon längst tun, empfehle ich deshalb dringenst, ihr jetzt auf Instagram zu folgen. Dort gibt es nämlich neben Selfies auch Bilder von ihrer Ferse und blutüberströmte Gesichter zu bewundern. Fantastisch!

VIDEO

TRENDS

 

Soft Hardcore: Der Siegeszug der Metal-Hipness

Spätestens, seitdem es Kiss-Bassist Gene Simmons vor zwei Jahren verkündete, ist Rock offiziell tot. In musikalischer Hinsicht sind Hiphop, elektronische Musik und naturgemäß Pop tonangebend. Und auch auf subkultureller, modischer und gesellschaftlicher Ebene schien Rock mehr und mehr stiefmütterlich behandelt, ja, nahezu bedeutungslos. Bis jetzt.

Denn: Die Metal-Ästhetik und mit ihr die Logos und Artworks von dem Genre zugehörigen Bands sind angesagter denn je. Justin Bieber trägt regelmäßig T-Shirts mit Metallica-Prints, Supreme hat bereits mehrfach mit Black Sabbath eine Kooperation herausgebracht, deren Käufer vermutlich noch nie auch nur einen Song der Band gehört haben. Und eine mehr als offensichtliche Iron-Maiden-Referenz gab es bereits bei Balenciaga zu bestaunen.

Flammen-Motive, über deren modische Relevanz wir bereits hier berichtet haben, sind vor allem dank Vetements wieder und völlig unerwartet mehr als hip, ebenso wie Schriftzüge in Fraktur und ein religiös-mystisch anmutender Vibe. Die Fraktur hat Kanye West mit seinem Merch zu „The Life of Pablo“ kurzerhand zumindest halbwegs von ihrem in der rechten Szene verorteten Image befreit. Und Rick Owens vertritt seit Jahren hoch erfolgreich eine verrucht-rockige Stimmung, die nicht mehr nur im Berghain gut anbekommt.

Die Rückkehr einer in ihren Grundzügen maskulin-aggressiven Ästhetik hängt mit Sicherheit mit dem sich wandelnden Männerbild zusammen, über das Adriano Sack und Frederik Schwilden bereits an dieser Stelle schrieben. Während die für Männer typischen, vor Kraft strotzenden und prolligen Eigenschaften mehr und mehr verloren gehen, findet auf ästhetischer und stilistischer Ebene eine Kompensation eben dessen statt: Tattoos, Bärte, gestählte Körper und auch der Metal-Szene entlehnte Codes und Motive lassen den vermeintlich geschwächten Mann weiterhin stark erscheinen. Zumindest von außen.

Dazu kommt ein Grundproblem, mit dem sich alle Designer konfrontiert sehen: Dem Aussterben der Subkulturen. Während es in den vergangenen Jahrzehnten unter Jugendlichen zum guten Ton gehörte, sich von der Masse abzugrenzen, einer Subkultur zuzugehören und so Rebellion und das Anders-Sein zu üben, wollen Jugendliche mittlerweile – zumindest laut der letzten Sinus-Studie – Mainstream sein.

Daraus lässt sich nunmal reichlich wenig Inspiration ziehen. Und so wird auch weiterhin auf bereits vorhandene und bereits totgeglaubte Strömungen und Stile zurückgegriffen werden müssen. Das ist aber völlig in Ordnung, besonders dann, wenn es doch so gut und lässig aussieht wie die Metal-Ästhetik.

Text: David Jenal

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