Berlin Fashion Week: Drei “No-Go-Shows”

David hatte es bereits erwähnt: Die Berliner Fashion Week geht wieder los. Die Schauen beginnen am Mittwoch – und mit ihnen das Schaudern. Denn Berlin wär nicht Berlin, wenn nicht wieder die typischen Quälgeister ihre todlangweiligen Shows im Fashion Week-Zelt zeigen würden.

Während David drei Tipps für die besten Shows abgegeben hat, möchte ich diese Serie nun mit drei Warnungen weiterführen. Die folgenden drei “No-Go Shows” solltet ihr unbedingt meiden, wenn es denn irgendwie geht und ihr nicht gerade dabei seid ein B-Promi-Luder mit euren Front-Row-Plätzen zu beeindrucken:

“No-Go-Show” #1: Kilian Kerner

Bild: bz-berlin.de

Der Typ sieht nicht nur aus wie ein abgehalfteter Techno-DJ aus den 1990er Jahren und benimmt sich ständig wie ein zwischen Nervosität und Scham schwankendes Mädchen aus einer Dorf-Realschule. Nein, auch die von ihm gezeigte Mode ist so dermaßen irrelevant und uninspiriert, dass man eigentlich Angst haben müsste, dass die gesamte Front Row kollektiv einpennt. Apropos Front Row: Bei keiner anderen Show ist die unglaublich wichtige erste Reihe so beschissen besetzt. Immer wieder taucht die unsägliche Jeannette Biedermann auf, deren Nachname Bände spricht. Auch Teile der Kelly Family wurden schon gesehen. Sicher war Kilian Kerner früher Fan. Immerhin wurde die diesjährige Show von Ingo Nahrwold gestylt. Vielleicht schafft er es ja uns vor der absoluten Egalheit der Kernerschen Designs zu bewahren.

“No-Go-Show” #2: G-Star Raw

Bild: dalje.com

Warum das Label G-Star Raw sich nicht einfach, ganz so wie sich das für ein Streetwear-Label nun mal gehört, auf die Bread & Butter oder die Premium Messe beschränkt, will mir nicht einleuchten. Vielleicht liegt es daran, dass Chefdesigner Pierre Morisset sich gern Applaus beim unkritischen Berliner Publikum abholt. Simple Jeansvariationen, kurze Hosen und sportliche T-Shirts auf einem Laufsteg zu zeigen ist in etwa so, als würde man ein aufblasbares Schlauchboot auf einer Yachtenmessen zeigen. Ist doch unnötig sowas. Ab auf die Messe damit! Aber wie gesagt: Das Berliner Publikum wird die Kollektion mögen – wie auch immer sie aussehen wird. Denn der Berliner liebt praktische Mode und Jeans. Ich könnte kotzen, tagelang.

“No-Go-Show” #3: Anja Gockel

Bild: mainzer-rhein-zeitung.de

Wenn der Hanh kräht, sollte man sich schleunigst verpissen. Anja Gockel ist eine schlimme Provinzdesignerin, die ihren Nachnamen zum Markenzeichen gemacht hat und ihre Shows gerne mit einem Hahnenschrei eröffnet. Wir danken ihr für dieses eindrückliche Warnzeichen. Das ist dann aber auch das Einzige, wofür wir ihr dankbar sein sollten. Denn ihre Mode ist todeslangweilig und wird nur deshalb immer wieder zum Gesprächsthema, weil irgendwelche bekannten Models die Shows mitlaufen. Wenn es einen Grund gibt sich für die Provinzialität der Berliner Fashion Week zu schämen, dann liegt das sicherlich auch an Anja Gockel. Königin Silvia von Schweden trägt zwar gern Anja Gockel, wurde jedoch unlängst von ihrem Mann Carl Gustaf betrogen. Wir bei Dandy Diary sind uns sicher: mit einem vernünftigen Outfit wäre das nicht passiert.

Category: Fashion Week Berlin

Tags: anja gockel, Fashion Week Berlin, g star raw, kilian kerner, no-go-shows

Von: Carl Jakob Haupt

Instagram