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Berlin Fashion Week – Diesmal vor dem Brandenburger Tor

Na endlich ist es raus. Endlich wissen wir, wo die kommende Berlin Fashion Week stattfinden wird, wo wir uns also mit dem Taxi tagtäglich hinfahren lassen müssen, um als letzte Besucher noch gerade so rechtzeitig in die Shows zu rennen. So ist das nämlich immer, leider. Wir sind immer, immer, immer zu spät dran – meist, das ist ja klar, dank der wilden Partys am Vorabend. Wie dem auch sei, in der aktuellen Pressemitteilung von Veranstalter IMG heißt es:

“Vom 06.07. – 09.07.2011 findet die neunte Saison der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin statt. Die Kollektionen für Frühling/Sommer 2012 werden in einem Zelt auf der Straße des 17. Juni präsentiert, dessen Eingang zum bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, dem Brandenburger Tor, ausgerichtet sein wird.”

Bild: gbseite.de

Neben dem aus den Vorjahren bekannten Zelt mit dem typischen Catwalk wird es außerdem ein so genanntes “Studio” geben. In diesem Präsentationsraum können Kollektionen irgendwie anders als auf dem Laufsteg präsentiert werden. Wahrscheinlich als Installation oder so. Wir sind gespannt.

Desginer-Proll Michael Michalsky äußerte sich gegenüber der B.Z. zum neuen Standort: „Die Lage ist gut, sehr zentral. Das Brandenburger Tor als Wahrzeichen Berlins bietet eine wunderbare Kulisse. Es ist eine gute Lösung.“

Ob er selbst seine Kollektion auch dort, oder wie gewohnt in einer externen Location außerhalb des Programms zeigen wird, ist uns noch nicht bekannt.

Auf dem Bebelplatz, auf dem die Fashion Week in den Vorjahren stattgefunden hat, durfte das weißte Zelt nicht wieder aufgestellt werden. Der Wirtschaftsausschuss von Berlin Mitte hat bereits seit längerem den Beschluss gefasst, dass die Veranstaltung im Januar 2011 zum letzten Mal an diesem geschichtsträchtigen Ort stattfinden durfte. Seit Ende 2009 wurden  mehr als ein duzend Standorte geprüft.

Weitere Informationen zur Fashion Week gibt es auf der offiziellen Homepage.

Von: Jakob

FASHION SHOWS

 

Fashion Week-Kalender: BURBERRY schafft Saisons ab

Wir hatten es im Januar in London schon beobachtet: BURBERRY rückt vom klassischen Fashion-Week- und Verkaufs-Zyklus ab und ordnet seinen Kalender neu.

Ab September 2016 wird BURBERRY nur noch zweimal jährlich eine Modenschau zeigen, die saison-unahängig sein und sowohl Männer- als auch Damenmode zeigen wird. Die gezeigte Kollektion soll unmittelbar nach der Modenschau in den Stores erhältlich sein.

Das ist ein Novum in einer Branche, die sich sonst sklavisch an die Saisonteilung von Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter hält und in diesen Zeitläufen denkt.

Damit ist BURBERRY wieder mal Vorreiter in einer Branche, die sich in den vergangenen Jahren immer weiter zerklüftet hat. Städte wie New York, die jüngst wieder eine Trennung zwischen Männer- und Frauen-Fashion-Week eingeführt haben, sehen so eher alt aus.

Die Lücke zwischen Modenschau und Erhältlichkeit im Geschäft wird so ebenfalls geschlossen – sehr zum Leidwesen großer und schneller Kopisten wie ZARA und H&M.

Die Modenschau wird in dieser Entwicklung nicht mehr zum Bestellen dienen, sondern wohl noch mehr Verkaufs-, Blogger- und Promi-Event werden.

Unklar ist, wie sich die Rolle des Einkäufers, bis dato eine der Schlüsselfiguren der Branche, wandeln wird beziehungsweise wann und wo Einzelhändler Ware für ihre Geschäfte bestellen können.

BURBERRY Chef-Designer, CEO Und Vordenker Christopher Bailey sagt zu den Veränderungen:

“The changes we are making will allow us to build a closer connection between the experience that we create with our runway shows and the moment when people can physically explore the collections for themselves. Our shows have been evolving to close this gap for some time. From livestreams, to ordering straight from the runway to live social media campaigns, this is the latest step in a creative process that will continue to evolve.”

Wir stellen fest: BURBERRY ist mit seinen Innovationen den Marktteilnehmern mal wieder weit voraus. Christopher Bailey ist, was die Kommunikation seiner Kollektionen angeht, ein Visionär und kluger Beobachter von Zeitläufen. Ein wenig mehr von dieser Avantgarde-Denke würden wir uns auch für die nun saisonlosen BURBERRY-Kollektionen wünschen.

NEWS

 

Dov Charney gründet sein eigenes Label

Über den Fall Dov Charney haben wir hier oft berichtet.

Der Ex-Mastermind von AMERICAN APPAREL wurde aufgrund von Eskapaden (sexuellen Belästigungen etc.) und finanzieller Talfahrt des das von ihm gegründeten Unternehmens entlassen. Doch Dov kämpfte wie ein Löwe für seine Rückkehr.

Dov und seine Gefolgschaft demonstrierten vor der AA Zentrale. Anwälte wurden eingeschaltet, doch es half alles nichts, kürzlich wurde klar: „It’s not gonna happen“. Eine Rückkehr von King Dov zu American Apparel ist ausgeschlossen.

Daher gründet Charney jetzt einfach sein eigenes Label, bei dem man sich auf die Produktion von in den USA produzierten Basics konzertieren wird, so wie bei American Apparel.

Chad Hagan – einer der mutigen Investoren der neuen Marke, deren Name noch nicht kommuniziert wurde, sprach mit WWD über die Strategie:

„Wir wollten kein lustiges, x-beliebiges Online-Brand gründen, sondern das tun, was Dov am besten kann: Basics produzieren. Zielsetzung sind echte Stores. Erst im zweiten Schritt werden wir uns auch auf E-Commerce“ konzentrieren.“

Wir freuen uns schon auf neue Sex-Geschichtl aus Dov’s Office und fragwürdigen, schlüpfrigen Kampagnen.

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