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Backpack vs. Weekender

Foto: Kaja Smith

Der Weekender, die Handtasche für den Mann, war lange Zeit das Nonplusultura in Sachen stilvolles Transportmittel. Spätestens seit den Kollaborationen von Eastpak mit Raf Simons ist auch der Rucksack wieder tragbar. Backpack auf dem Rücken oder Weekender in der Hand? Die Frage, der Fragen. Für Jadicted habe ich mich mit der komplexen Thematik der richtigen Taschenform auseinandergesetzt.

Modetrends sind temporäre Erscheinungen. Sie kommen und gehen. Doch die Spuren, die sie hinterlassen, sind nicht immer von kurzer Dauer. Eine Hose, dessen Form nicht mehr en vogue ist, lässt sich schnell aus dem Kleiderschrank verbannen. Ein Tribal-Tattoo, liebe Freunde des Arschgeweihs, das bleibt, da hilft auch kein Solarium bis die Rübe glüht. Nicht ganz so offensichtlich, aber dennoch beachtlich sind die Folgen des letzten Taschentrends für Männer…weiter.

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Die Weltmarke ADIDAS und das Problem “Herzogenaurach”

Obwohl ADIDAS zwar neulich in einem fantastischen Bitch-Move drei ehemalige Top-Designer vom härtesten Konkurrenten NIKE abgeworben hat, scheint es der Marke mit den drei Streifen nicht immer ganz leicht zu fallen, neue Mitarbeiter zu gewinnen – was wohl auch am brutal ländlichen Standort Herzogenaurach liegt.

Während NIKE im hippen Portland (Oregon), das immerhin 600.000 Einwohner hat, als Hipster-Heaven gilt und mit seiner Nähe zu den asiatischen Turnschuhproduktionssweatshops geografisch ganz gut gelegen ist, sitzt, gibt es für die ADIDAS-Mitarbeiter nichtmal einen Zug vom nächsten Flughafen in Nürnberg nach Herzogenaurach. Wer kein Auto hat, ist aufgeschmissen.

Gegenüber dem “Business Insider” lässt sich ein anonymer ehemaliger ADIDAS-Mitarbeiter aus Herzogenaurach folgendermaßen zitieren: “It is so odd that this company is in the middle of farmland. It doesn’t have anything to do with style.”

Wie genau man ein globales Lifestyle-Unternehmen aus der Provinz heraus führen soll, ist uns hier bei DANDY DIARY übrigens auch eher unklar. Dass auch “Global Creative Director” Dirk Schönberger lieber in Berlin-Mitte als in Herzogenaurach wohnt, verwundert daher nicht wirklich.

Um mehr potentielle Mitarbeiter nach Bayern zu locken, hat ADIDAS sogar eine eigene Micro-Page erstellt, auf der Videos zu sehen sind, von den ganzen vielen internationalen, fröhlichen Mitarbeitern, die sich total wohl im total internationalen, total fröhlichen Herzogenaurach fühlen.

Für die drei Ex-NIKE-Designer indes, die offensichtlich keinen Bock darauf haben, in der bayrischen Provinz zu leben, wird ADIDAS in 2015 eigens ein “Creative Studio” im New Yorker Stadtteil Brooklyn eröffnen. Wir gehen davon aus, dass dieses Zugeständnis ein nicht unwichtiger Teil des Deals der drei war.

Von: Jakob

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