Babushkas verklagen GUCCI

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Bei GUCCI will einfach keine Ruhe einkehren. Erst vor wenigen Tagen sorgte der sogenannte „Baclava Jumper“ – ein schwarzer Rollkragenpullover, der bis zur Nase hochgezogen wird, den Mundbereich ausspart und diesen mit dicken, roten Rand versieht, für einen Shitstorm.

Der Vorwurf: Blackfacing. Alessandro Michele, der GUCCI Creative Director, entschuldigte sich öffentlich mit einem Brief, doch kaum glätten sich die Wogen, droht der nächste Skandal: Die „Kyrgyzstan Babushka Association“ verklagt das italienische Luxushaus.

Es geht um Markenrechtsverletzung: GUCCI hat, so der Vorwurf der kirgisischen Non-Profit-Organisation, ohne jegliche Absprache Motive der Babushka-Kultur kopiert. Konkret geht es um eine „GUCCI Nylon Mütze mit floralem Muster“ – die im GUCCI Online-Shop mit den Worten „im Babushka-Style“ (siehe Screenshot) beworben wurde.

Laut offiziellen Gerichtsdokumenten hat die „Kyrgyzstan Babushka Association“ 1956 Babushka als Markenname registrieren lassen. Irina Fjodora, Pressesprecherin, des kirgisischen Verbands, wirft GUCCI „Cultural Appropriation“ vor und richtet sich in einem Video an GUCCI Creative Director Michele:

“Mr. Michele, there is nothing honorable or historically appreciative in selling items such as the „GUCCI Nylon Cap „Babushka-Style. These and the dozens of other tacky products you are currently selling referencing Babushka-Style make a mockery of our identity and unique cultures. It’s a heavy not to be excused act of cultural appropriation. Your products and the way your promoting them is the reason why black artists like A$AP Rocky stealing our culture. We – „Kyrgyzstan Babushka Association“ – won’t accept that! We expect that any company considering the use of the Babushka name, or our designs or motifs, will ask us for our permission!“

Bislang gibt es noch kein offizielles Statement von GUCCI zu dem Streitfall.

Category: #dandydiaryspace

Tags: Alessandro Michele, Babushka

Von: David Kurt Karl Roth

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