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NEWS

 

Aus und vorbei: BOYS BOYS BOYS-Store schließt

Der stärkste Männermode-Laden Hamburgs, der BOYS BOYS BOYS-Store, macht zu, schließt die Tür, macht sie nicht mehr auf. Das ist, gelinde gesagt, scheisse. Schließlich gibt es in Hamburg noch einiges zu tun, in Sachen Männermode.

BOYS BOYS BOYS-Grüner, -Vordenker und -Chef Yves Hanke macht das aber natürlich nicht einfach aus Spaß. Der Laden war schließlich in den vergangenen knapp drei Jahren irgendwie sein zu Hause. Gut möglich, dass er nirgendwo anders so viel Zeit verbracht hat. Es stellt sich also genau diese eine, alles entscheidende Frage: Warum?

Yves, ein feiner Kerl, wie er nunmal ist, hat uns darauf natürlich eine schlüssige, aber dennoch nicht minder wehmütig stimmende Antwort gegeben: 

“Ich schließe den Shop, um mich zum einen auf den Onlinehandel zu konzentrieren und – viel wichtiger – um das Label BOYS BOYS BOYS voranzutreiben. Im Laufe der letzten drei Jahre hat das Tagessgeschäft des Hamburger Shops, die Recherche, das Fahren auf Messen, und so weiter, an Umfang so sehr zugenommen, dass faktisch keine Zeit mehr für anderes blieb.

Der Shop war und ist mein Baby, in das ich viel Zeit, Energie und Arbeit gesteckt habe, jedoch ist ein großer Teil einfach pure Verwaltung. Ich bin manchmal nerdy, ich mag auch Excel sehr gerne. Wenn allerdings außer Retail Operations nicht mehr viel kommt, ist das nicht interessant für mich. 

Ich bin total gespannt auf die kommende Zeit. Mit dem Laden habe ich viele Erfahrung gesammelt und im Grunde ganz nebenbei mit BOYS BOYS BOYS als Label eine Marke etabliert – und mit drei Produkten, einem Tank einem T-Shirt und einem simplen Stoffbeutel eine große Bekanntheit erreicht – und das möchte ich nun nutzen, ausbauen und vorantreiben.” 

Nun gut, das können so gerade noch akzeptieren – und freuen uns sehr auf hoffentlich bald kommende neue Produkte und einen weiterhin starken Online-Shop. Go Yves, go!

Foto: lachsbroetchen.blogspot.com [irre Überarbeitung (rotes X): Dandy Diary]

LOOKS

SPECIAL

 

Dandy Diary Rattenflitzen

David und mich eint neben der gemeinsamen, harten Arbeit hier bei DANDY DIARY vieles: wir standen beide auf unsere schwarzhaarige VWL-Lehrerin und auf Janine aus der ersten Reihe, waren in den 90ern BVB-Fans, lieben die kleinen 0,25-Liter Heineken-Flaschen und feurig scharfes veganes Essen, wir lesen beide immer sonntags den Spiegel und, und, und, und, und – es gibt da sehr viel. Und: wir hassen nichts mehr als Ratten.

Wobei Hass krass untertrieben ist. Wir haben eine gehörige Scheiss-Angst vor den Viechern, sodass David einst in einem Restaurant in Shanghai, in dem er während des Essens eine Ratte flitzen sah, kreischeind mit einem Satz auf den Tisch sprang, und ich mich in New York vor den Attacken meiner Geschwister in Acht nehmen muss, die sich einen höllischen Spaß daraus machen, gegen die überall rumliegenden Müllsäcke zu treten, in denen logischerweise immer mindestens eine fettgefressene Ratte hockt und dann panisch raus- und mir möglichst über den Fuß springt. Allein der Anblick einer Ratte führt bei uns sonst so harten Mode-Typen zu Schockstarre, spitzen Schreien, purer Verzweiflung und dem ein oder anderen peinlichen Sprung. Einer von uns hat sich vor Schreck und Todesangst sogar mal selbst angepinkelt. Wer das war, verraten wir der Fairness halber aber nicht.

Als wir dann neulich geschäftlich in Mumbai (Indien) waren, lauerte die bis dato härteste Prüfung in Sachen Ratten auf uns. Etwa die Hälfte der 12 Millionen Einwohner lebt in Slums, davon viele ohne festes Haus und somit ohne Wasser und ohne Toilette. Große Teile der Stadt gleichen einer Müllhalde: überall liegen Plastikmüll, Schrott, tote Katzen, undefinierbare braune Pfützen. Und es gibt erschreckend viele Ratten. Irrsinnig viele. Brutal viele. Ekelhaft viele.

Während die Menschen in Mumbai offensichtlich größere Probleme haben, als sich um die an allen Ecken hockenden, gemächlich futternden Ratten zu kümmern, standen wir idiotischen, verwöhnten Westler permanent unter Strom. Wir hatten saumäßig Schiss vor den Biestern – unseren ärgsten Feinden.

Um euch ungefähr eine Vorstellung davon zu geben, wie wir in dauernder Angst durch die engen Gassen Mumbais flitzten, um bloß nicht auf eine Ratte zu treffen, haben wir ein Video davon gedreht, das ihr euch hier anschauen könnt. Wir flitzen darin in atemberaubender Geschwindigkeit an den einzigen Ort, an dem es keine Ratten gab: ans Meer. Dort harrten wir drei Tage und Nächte aus, dem verdursten Nahe, und ließen uns dann von der goldenen Segelyacht eines befreundeten Trilliardärs abholen und zurück ins saubere, kalte und etwas weniger rattige Berlin fliegen.

 

 

Beim Rattenflitzen trugen wir Converse Chuck Taylor “Rubber” Schuhe, David eine Hose von Weekday und ein Shirt von Hugo Boss, ich Wifebeater und Hotpants von American Apparel.

Von: Jakob

 

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Bake in the sun Candy Dave! Pic by @tanzekind

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