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Auktion: schmutziges T-Shirt schlägt Haute Couture

Seit jeher beneiden wir die Damenwelt dafür, für alte Chanel Couture-Kleider sechsstellige Summen ausgeben zu können. Sowas gibt es in der Männermodewelt eher nicht.

Wir waren schon kurz davor den Gleichstellungsbeauftragten der NATO einzuschalten, um diese unfassbare Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern wegbomben zu lassen.

Doch jetzt heißt es aufatmen. Denn ein Männerkleidungsstück hat für satte 4.415.658,- Dollar den Besitzer gewechselt – und schlägt damit sämtliche Chanel-Roben.

Es handelt sich bei dem Teil allerdings weniger um einen in mühseliger Handarbeit genähten Hauch von Seide, sondern vielmehr um das kurzärmelige, schmutzige, eher hässliche Trikot des Baseball-Superstars Babe Ruth (“The Great Bambino”) von 1920.

Wir finden das trotzdem super und gratulieren dem Käufer dazu, die Ehre der Männer in der Modewelt wieder hergestellt zu haben. Auch wenn ihm das sicher vollkommen scheissegal sein dürfte.

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Die Weltmarke ADIDAS und das Problem “Herzogenaurach”

Obwohl ADIDAS zwar neulich in einem fantastischen Bitch-Move drei ehemalige Top-Designer vom härtesten Konkurrenten NIKE abgeworben hat, scheint es der Marke mit den drei Streifen nicht immer ganz leicht zu fallen, neue Mitarbeiter zu gewinnen – was wohl auch am brutal ländlichen Standort Herzogenaurach liegt.

Während NIKE im hippen Portland (Oregon), das immerhin 600.000 Einwohner hat, als Hipster-Heaven gilt und mit seiner Nähe zu den asiatischen Turnschuhproduktionssweatshops geografisch ganz gut gelegen ist, sitzt, gibt es für die ADIDAS-Mitarbeiter nichtmal einen Zug vom nächsten Flughafen in Nürnberg nach Herzogenaurach. Wer kein Auto hat, ist aufgeschmissen.

Gegenüber dem “Business Insider” lässt sich ein anonymer ehemaliger ADIDAS-Mitarbeiter aus Herzogenaurach folgendermaßen zitieren: “It is so odd that this company is in the middle of farmland. It doesn’t have anything to do with style.”

Wie genau man ein globales Lifestyle-Unternehmen aus der Provinz heraus führen soll, ist uns hier bei DANDY DIARY übrigens auch eher unklar. Dass auch “Global Creative Director” Dirk Schönberger lieber in Berlin-Mitte als in Herzogenaurach wohnt, verwundert daher nicht wirklich.

Um mehr potentielle Mitarbeiter nach Bayern zu locken, hat ADIDAS sogar eine eigene Micro-Page erstellt, auf der Videos zu sehen sind, von den ganzen vielen internationalen, fröhlichen Mitarbeitern, die sich total wohl im total internationalen, total fröhlichen Herzogenaurach fühlen.

Für die drei Ex-NIKE-Designer indes, die offensichtlich keinen Bock darauf haben, in der bayrischen Provinz zu leben, wird ADIDAS in 2015 eigens ein “Creative Studio” im New Yorker Stadtteil Brooklyn eröffnen. Wir gehen davon aus, dass dieses Zugeständnis ein nicht unwichtiger Teil des Deals der drei war.

Von: Jakob

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