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Abschaffen: BOY

Die Berliner Fashion Week ist vorbei, aber der Hass ist geblieben. War es vorher vor allem ein digitales, auf Kleine-Jungs-Blogs gezeigtes Phänomen, wurde es in Berlin greifbar: die Londoner Marke “Boy” scheint wieder irre angesagt zu sein. Und das vor allem bei Jungs, die gerne Frauenhosen, Absatzschuhe und schwarzes Make Up tragen.

Das fürchterliche an “Boy” ist dabei nichtmal das Kokettieren mit Nazi-Symbolen, was angesichts der britischen Punksozialisation ja sogar gewissermaßen zum Interieur einer solchen Marke aus den 1970ern gehört, sondern in allererster Linie die Tatsache, dass “Boy” die Ästhetik des Nu Grave mit der Sloganhaftigkeit der 1990er Jahre kombiniert – und das ist im Jahr 2012 wohl das übelste, was man so machen kann.

Sowohl auf großgeschriebe Slogans, als auch auf das schwarz-schwarz, die engen Hosen, den Silberschmuck, die Kreuze, die asymmetrischen Frisuren und die  nietenbesetzten Lederstiefel des Nu Grave haben wir momentan so überhaupt keinen Bock.

Um es kurz zu machen: “Boy” ist ungefähr so kool, wie ein Undercut.

Abschaffen!

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Die Weltmarke ADIDAS und das Problem “Herzogenaurach”

Obwohl ADIDAS zwar neulich in einem fantastischen Bitch-Move drei ehemalige Top-Designer vom härtesten Konkurrenten NIKE abgeworben hat, scheint es der Marke mit den drei Streifen nicht immer ganz leicht zu fallen, neue Mitarbeiter zu gewinnen – was wohl auch am brutal ländlichen Standort Herzogenaurach liegt.

Während NIKE im hippen Portland (Oregon), das immerhin 600.000 Einwohner hat, als Hipster-Heaven gilt und mit seiner Nähe zu den asiatischen Turnschuhproduktionssweatshops geografisch ganz gut gelegen ist, sitzt, gibt es für die ADIDAS-Mitarbeiter nichtmal einen Zug vom nächsten Flughafen in Nürnberg nach Herzogenaurach. Wer kein Auto hat, ist aufgeschmissen.

Gegenüber dem “Business Insider” lässt sich ein anonymer ehemaliger ADIDAS-Mitarbeiter aus Herzogenaurach folgendermaßen zitieren: “It is so odd that this company is in the middle of farmland. It doesn’t have anything to do with style.”

Wie genau man ein globales Lifestyle-Unternehmen aus der Provinz heraus führen soll, ist uns hier bei DANDY DIARY übrigens auch eher unklar. Dass auch “Global Creative Director” Dirk Schönberger lieber in Berlin-Mitte als in Herzogenaurach wohnt, verwundert daher nicht wirklich.

Um mehr potentielle Mitarbeiter nach Bayern zu locken, hat ADIDAS sogar eine eigene Micro-Page erstellt, auf der Videos zu sehen sind, von den ganzen vielen internationalen, fröhlichen Mitarbeitern, die sich total wohl im total internationalen, total fröhlichen Herzogenaurach fühlen.

Für die drei Ex-NIKE-Designer indes, die offensichtlich keinen Bock darauf haben, in der bayrischen Provinz zu leben, wird ADIDAS in 2015 eigens ein “Creative Studio” im New Yorker Stadtteil Brooklyn eröffnen. Wir gehen davon aus, dass dieses Zugeständnis ein nicht unwichtiger Teil des Deals der drei war.

Von: Jakob

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