3 LABELS TO HYPE

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Wer folgt auf die Generation GOSHA RUBCHINSKY. VETEMENTS und Off-White?

Drei Labels, welche es in Rekordzeit zu Ruhm gebracht haben. Ihr Erfolg ist in jeglicher Hinsicht bemerkenswert, gerade der Werdegang von Vetements, die so manche Regel der angestaubten Modewelt brachen, ist interessant. Doch in der schnelllebigen Zeit rücken bereits andere Brands nach, mit ordentlich Hype-Potenzial. Wir stellen euch drei Labels vor, die auf dem besten Weg sind die Nachfolge von Gosha, Demna und Virgil anzutreten:

ADER ERROR

Straight aus der koreanischen Modeszene kommt das Streetwear-Label ADER ERROR, dessen Mode ein Mix aus dem minimalistisch, gradlinigem Konzept von ACNE STUDIOS und dem eher etwas roughen post-sowejetischen Stil zu sein scheint.

Die Geschichte zum ungewöhnlichen Name des koreanischen Labels: A: aesthetic D:drawing + er = Ader, während man „Error“ eher mit etwas Negativem verbindet. Und das durchaus auch so gewollt ist. Da niemand perfekt sei, stehe „Error“ in diesem Fall für das Nicht-Perfekte, dem man eine gewisse Attraktivität zuspreche, so die Macher der koreanischen Marke.

Die größte Inspiration für ihre genderlosen Kollektionen zieht die Marke aus ihrem eigenen Slogan: „But near missed things! We reinterpret things that people would be able to miss easily, and suggest a different minimalism.“, erklärt das Team hinter ADER ERROR ihr Konzept im Interview mit Highsnobiety.

Nicht nur der Unisex-Aspekt, sondern auch die Art des Umgangs mit Illustrationen und simplen Aussagen, gedruckt auf Shirt und Hoodie („Your Life Is a Joke“, „Not Yet“) erinnert an die Ästhetik von Vetements. Doch bei dieser Gemeinsamkeit soll es nicht bleiben. Beide Labels fungieren als Kollektiv. Die selbsternannte „Ader-Crew“ ist anonym, mehr als Vornamen lassen sich dem Label nicht zuordnen – ebenso war es bei VETEMENTS zu mindestens anfänglich, bis klar wurde, dass die Gvasalia-Brüder hinter der Marke stehen.

Einer der großen Skills der Ader-Crew ist ihr Umgang mit Farben: einmal die komplett Farbpalette durch, einzelne Designs farblich immer perfekt zu einander abgestimmt, zu bewundern auf ihrem Instagram-Account zu bewundern.

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ALYX

Das New Yorker Label ALYX zeichnet sich vor allem durch eine punkig-aggressive Ästhetik und perfekte Verarbeitung aus. 2015 gegründet, damals noch auf Frauenmode spezialisiert, schaffte es ALYX bereits 2016 in die Finalrunde des prestigeträchtigen „LVMH“ Award (schlussendlich gewann Wales Bonner).

Hinter ALYX steckt Matthew Williams, der – bevor er sein nach seiner Tochter benanntes Label gründete – in der Kreativ-Agentur von Kanye West arbeiete und gemeinsam mit seinen Buddies Virgil Abloh und Heron Preston mit „BEEN TRILL“ New York’s Streetwear-Ästhetik prägte. Für die ALYX Debüt-Kollektion produzierte der britische Fotograf und Kunstfilmer Nick Knight einen Fashion Film (hier zu sehen).

Und die Designs von Williams gibt es bereits im Dover Street Market, Machine-A oder Colette zu kaufen – allesamt Stores, von denen jeder Designer träumt. Ein Erfolg in legendären 2 Jahren – ohne eine einzige Fashion Show oder Präsentation.

Für seine neuste Kollektion „Aggressive Elegance“ bezog Williams aus Berlin’s Underground-Scene Inspiration: Ringe überall, Chockers, Bondage-Elemente und Daunenjacke, die mit Lycra-Jogginghosen kombiniert werden.

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A-COLD-WALL

Bevor Samuel Ross 2015 „A-Cold-Wall“ launchte, schloss er ein Studium in Grafikdesign und Illustration ab und arbeitete im Anschluss zweieinhalb Jahre als Virgil Ablohs Creative Assistant. Inspiration für seine „A-Cold-Wall“ Designs findet Ross in der English Working Class, Youth Culture und Elementen der urbanen Stadtplanung.

Selbst Basics wie T-Shirts werden von Ross per Hand bearbeitet (genäht, gefärbt und Logo angebracht), was für DIE signifikante DIY „A-COLD-WALL“ Ästhetik sorgt. Der Prozess, die Konstruktion ist ein wichtiges Element von ACW, so werden Nähte sichtbar gemacht und Tape kommt zum Einsatz.

Auf der London Men’s Fashion Week präsentierte der 26-jährige in einer ehemaligen Brauerei in Shoreditch erstmalig seine Designs, darunter auch seine Kollaboration mit dem US-Sportswear-Giganten NIKE: weiß-graue NIKELab Air Force 1 Sneaker mit ACW Logo.

Ross repräsentiert in vielerlei Hinsicht eine neue Generation von Designern: Seine Kreativität beschränkt sich nicht “nur” auf die Mode. Er arbeitet auch als Musiker (seine Sounds sind auf seiner Website zu hören) und entwirft Möbel. Und seine ACW Designs vertreibt Ross in erster Linie über seinen eigenen Online-Store, mit dem er 2016 rund 150.000 Pfund erwirtschaftet hat. Enorm für ein so junges Label. 

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Category: Trends

Tags: A-Cold-Wall, ADER ERROR, ALYX

Von: Angelika Watta

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