Archiv für April, 2010

Next big thing

Uncommon Creatures

Foto: uncommon-creatures.com

Die Debütkollektion von Uncommon Creatures ist ein Paradebeispiel für avantgardistische Mode. Inspiration für das Erstlingswerk von Christina Højris Ottosen und Jens Kold-Christensen, Designer-Duo des dänischen Labels, war die Kleidung von orthodoxen Juden. Uncommon Creatures ist “the next big thing” im Sektor Avantgarde-Mode. Für Jadicted habe ich mich näher mit den textilen Kunstwerken des ungewöhnlichen Labels befasst.

Der 21. Dez. 2012 ist nach dem Langzeitkalender der Maya das Ende der menschlichen Zivilisation. Eine Prophezeiung, die nicht ganz so dramatisch, jedoch nicht weniger relevant, da deutlich realistischer ist, möchte ich euch überbringen. Uncommon Creatures, ein neues Label aus Dänemark, wird in Kürze den Modeolymp erklimmen…weiter.

C´est cool

Fingerring

Fotos: style.dk ; yvanrodic.blogspot.com

Style Rookie ist wieder online. Zeit sich wieder um die wesentlichen Dinge zu kümmern: Fingerringe, das neue coole Ding. Ein Modetrend, der wie soviele Trends derzeit aus der Nu Grave-Ecke stammt. Stilvolle Ringe gibt es bei Does Not Equal.

Style Rookie Aus – ein Google Fehler?

Foto: veryverybeautiful.it

Ihr wahres Alter war allem Anschein nicht Schuld am kurzzeitigen Ende von Style Rookie. Google, Host von Tavis Blog, veröffentlichte folgenden Grund:

“The blog in question was mistakenly taken down by our automated system. As soon as we became aware of this, we immediately reinstated it. We have reached out to the user and apologized for the inconvenience.”

Per Twitter sprach Tavi zu ihrer gigantischen Fangemeide. Sie vermutete, dass ein Foto, das sie zu ihrem 14. Geburtstag veröffentlichte, Schuld am Aus ihres Blogs sei. Das Foto zeigte Maggie Rizer, die lediglich in  schwarzen Stiefel für eine Yohji Yamamoto Werbekampagne posierte. “Looks like it was the Yohji photo. Oh come ON”, schrieb sie am Nachmittag über Twitter.

Aus für Tavi?

Foto: Bennyhollywood.com

Wenn man auf Stylerookie.com, den Modeblog der 14-jährigen Tavi Gevinson, geht erscheint folgende Nachricht:

Dieses Blog wird aufgrund möglicher Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen von Blogger überprüft und ist nur für Autoren zugänglich.

4 Millionen Menschen, die Tavis Blog täglich besuchten, werden geschockt sein. Was ist passiert? Was hat sie verbrochen? Persönliche Recherche ergab, dass man für eine Anmeldung bei Blogger sein wahres Alter angeben muss. Hat Tavi ein falsches Alter angegeben? Hat sie somit gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen? Ist Tavi nicht 14 Jahre alt, sondern 84? Fragen über Fragen.

Odysseus, komm‘!

Dass das Masturbieren eines der Lieblingsthemen meines werten Kollegen ist, das ist offensichtlich. Hier liefere ich ihm, aber auch seiner treuen Gefolgschaft, eine neue Reizvorlage: Die mittlerweile vier Frauen von „Warpaint“. Die Musik ignorieren wir allerdings trotz der bestechenden Schönheit dieser Damen aus Los Angeles nicht. Wie auch: Sirenen rufen dich aus dem Jenseits, ihnen zu folgen, sie betören mit hypnotisierenden Gitarren, du fühlst dich heimisch durch einen rumpelnden Bass in alter Grunge-Manier, und wirst zuletzt erschrocken gefangen durch das krachende Schlagzeug. Musik, die dich so psychedelisch verstört, lässt dich sprichwörtlich – erschlaffen.

Text: Natalie Mura

Streetstyle

Berlin

Philip von Mollenkott, ein wahrer Dandy, der Letzte seiner Art. Er trägt eine maßgeschneiderte Caban-Jacke, Ludwig Reiter Schuhe und Handschuhe von Roeckl. Dazu eine runde Second-Hand Sonnenbrille, die an John Lennon denken lässt. Alles scheint zu stimmen, selbst die Körperhaltung.

Backpack vs. Weekender

Foto: Kaja Smith

Der Weekender, die Handtasche für den Mann, war lange Zeit das Nonplusultura in Sachen stilvolles Transportmittel. Spätestens seit den Kollaborationen von Eastpak mit Raf Simons ist auch der Rucksack wieder tragbar. Backpack auf dem Rücken oder Weekender in der Hand? Die Frage, der Fragen. Für Jadicted habe ich mich mit der komplexen Thematik der richtigen Taschenform auseinandergesetzt.

Modetrends sind temporäre Erscheinungen. Sie kommen und gehen. Doch die Spuren, die sie hinterlassen, sind nicht immer von kurzer Dauer. Eine Hose, dessen Form nicht mehr en vogue ist, lässt sich schnell aus dem Kleiderschrank verbannen. Ein Tribal-Tattoo, liebe Freunde des Arschgeweihs, das bleibt, da hilft auch kein Solarium bis die Rübe glüht. Nicht ganz so offensichtlich, aber dennoch beachtlich sind die Folgen des letzten Taschentrends für Männer…weiter.

Streestyle

Zürich

Während des Sechseläuten, einem Frühlingsfest in Zürich, fiel mir dieser junge Herr ins Auge. Blumen zieren seinen Hut, eine wunderbare Styling-Idee.

Look du Jour – 20

Schauplatz des Shootings war die frühere irakische Botschaft, die Geisterbotschaft von Berlin. Ein Ort, dessen Boden gepflastert ist mit verrottenden Akten, Visa-Anträgen und Tonbändern. Zwanzig Jahre ist es her, da schloss man die Botschaft im Osten Berlins. Seitdem verfällt sie. Sie stirbt und lebt dabei. Wie ein Schiffswrack am Meeresgrund, das zum Heim von Korallen und Fischen wird. Für Souvenirsammler ist die alte Botschaft ein Paradies. Wenn man Glück hat, findet man alte Tonbandaufnahmen von Saddam Hussein oder anti-iranische Propagandapostkarten. Wir fanden eine Location vor, die uns als prädestiniert schien, die neue Hut-Kreation abzulichten. Ein Chinesenhut, der mit Leder überzogen ist und an dessen Ende transparenter Seidenstoff befestigt worden ist. Verhüllende Transparenz, sozusagen.

Music Instructor

Sie ist: Die Wunderbare. Eine Zigeunerin, die die Wahrheit kennt, die spielt. Die Pferde stiehlt, weil sie es kann, und in die Augen schaut.
Sie ist aber auch: Das Mädchen hinter dem Vorhang, das sieht – das sich einen Reim macht und rot wird, ohne zu lügen.
Sie ist die Ambivalenz, die der Berliner Zeitgeist geschwängert hat: Die weich ist, aber nur von innen, wie ein Dandy, der Tagebuch schreibt.

Natalie Mura wird von nun an regelmäßig über Musik berichten, die es wert ist, von euch Aufmerksamkeit zu erhalten.

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