Archiv für June, 2009

C´est Cool

Moscot Miltzen

Die kantige Wayfarer wird gerade abgelöst von einer Brille, die mehr als jede andere Brille geistigen Tiefgang verkörpert. Miltzen, das Modell vom New Yorker Traditionsoptiker Moscto funktioniert – je nach Wahl des Rahmens und der Gläser – entweder als Sonnenschutz oder als Sehhilfe. Das wussten schon Andy Warhol und John Lennon zu schätzen.

Lettre pour toi

Michael Michalsky

Cher Micha,

die Boulevard-Landschaft kürte dich zum Modepapst. Der so genannte Louis XIV Berlins. Unverkennbare Zeichen für den dramatischen Zustand der deutschen Modebranche. Auf deinem neu erschlankten Körper scheinen sich die modischen Fauxpas nur so zu paaren. Diamanten im Ohr, Rolex am Arm, Baggyjeans zu Turnschuhen. Und debiles Grinsen zur Designerbrille. Kurz gesagt: Du bist der fleischgewordene Alptraum eines jeden Ästheten.

Au revoir,

Monsieur Dandy Diary

Mannequin – 1

Brasilianerin in Pelzmantel

Nachrichten Aktuell

In weiten Teilen Deutschlands kam es in der vergangenen Nacht zu gewalttätigen Ausschreitungen. Banken wurden ausgeraubt, Omas überfallen und T-shirts der Marke Ed Hardy verbrannt. Dandy Diary begrüsst derartige Aktionen.

C`est Cool

Sandalen

Sandalen sind trés chic. Modische Damen tragen die Gladiotersandalen schon sehr lange. Wie so oft in der Modebranche erreicht der Trend den Mann erst deutlich später. Besser spät als nie.

C´est Cool

Runde Brillen

Runde Brillen sind trés chic. Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich ein eckig, kantiges Nasenfahrrad ins Gesicht setzte. Der Modetrend beginnt mit großen Formen, wie mit der gezeigten Moscot Miltzen, und wird sich im Laufe der Zeit zu extremeren, weil kleineren Formen hin entwickeln. Das Ende des Modetrends “Runde Brille” werden Sonnenbrillen á la John Lennon darstellen.

L´art de la Mode

Polka Dots, Backpacks, Schultern und Sandalen…

 

 agepunktetes-hems-drunter.jpg

 

 arote-dreiecke.jpg

 

ajackett.jpg

 

 mode1.jpg

 mamaa.jpg

Interview Patrick Mohr

„Ob Titte, Pussy oder Schwanz ist doch egal “

Foto: Süddeutsche.de

Einen Interviewtermin mit dem Modedesigner Patrick Mohr zu vereinbaren erinnert an die Quadratur des Kreises. Es ist kompliziert. Nicht unmöglich. Nach zahlreichen E-Mails, SMS und Telefonaten hat es doch noch geklappt. Der 29-jährige Designer spricht in einer Stuttgarter Bar über Geschlechterrollen, Vorbilder und seine Liebe zur Form des Dreiecks.

DandyDiary: Herr Mohr, von Ihnen stammt der Satz: „Ich mag Einheiten – von mir aus können in der Zukunft Männer und Frauen völlig gleich aussehen.“ Der Partnerlook wird massentauglich. Ist das nicht eine grauenvolle Vorstellung?
Patrick Mohr: Nein! Ganz und gar nicht. Mann und Frau sollten einheitlich betrachtet werden, unabhängig von ihrem Geschlecht. Auch in der Mode. Daher ist meine Mode so konzipiert, dass ich nicht unterscheide zwischen den Geschlechtern. Bei Frauen halte ich überhaupt nichts von dem ganzen femininen Touch, von speziellen Taillierungen oder Kleidung, die ausschließlich für sie gedacht ist.
DandyDiary: Warum sollten Frauen ihre Weiblichkeit nicht unterstreichen?

Patrick Mohr: Ich denke, dass es irrelevant ist, die Weiblichkeit durch Kleidung zu unterstreichen, da für mich das Geschlecht in der Mode keine Rolle spielt. Ob Titten, Pussy oder Schwanz ist doch völlig egal. Ich kreiere ganz bewusst androgyne Kleidung. Ferner sehe ich mich selbst auch nicht zu 100 Prozent als Mann. (more…)