2000er Trends: die, die schon wieder da sind!

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Wir haben gefühlt jeden 1990er Jahre Trend wieder ausgegraben, neu aufleben lassen, daher höchste Zeit sich mit den modischen Nullerjahren zu befassen, im Grunde genommen machen wir das ja längst schon, wir stecken bereits mitten drin: im Early-2000er-Revival.

Marken wie Ed Hardy, Van Dutch oder Juicy Couture werden schon wieder von der modischen Speerspitze getragen, wenn auch als ironisches Anti-Fashion-Statement. Doch an dieser Stelle soll es nicht um das gehen, was kommen wird, sondern um das, was bereits da ist, den Early 2000er Trends, denen bereits ihre Wiedergeburt gelungen ist.

Farbige Sonnenbrillengläser

Paris Hilton, Britney Spears und Justin Timberlake (also: alle relevanten Celebrities der frühen Nullerjahre) trugen sie: Sonnenbrillen mit farbigen Gläsern. Form und Farbe waren variabel: Der N’Sync Star trug gern Aviator mit dunkelblauen Gläsern. Britney, die damals noch weder “Girl not yet a Woman” war, rockte Sonnenbrillen mit rosafarbenen Farbverlauf (Ombre Effekt). Heute haben Gucci, Astrid Andersen, Playn oder auch Gosha Rubchinskiy x RETROSUPERFUTURE den Early-2000er Trend bereits wieder aufgegriffen.

back then: Justin Timberlake mit blauer Sonnenbrille

back then: N'Sync mit farbigen Sonnenbrillen

today: ASAP Ferg mit Gosha Rubchinskiy x Superretrofuture Sonnenbrille

Bucket Hat

Ursprünglich kommt der Fischerhut aus Irland, wo Farmer und Fischer ihn trugen, um sich vor dem derben Wetter zu schützen. Im Laufe der beiden Weltkriege wurde der “Bucket Hat” auch außerhalb Irlands bekannt, gelangte Jahre später, in den 1960er Jahren auf die Köpfe der “MODS” und Ende 1990 / Anfang 2000 trugen ihn dann auch die “Influencer” (gab es das Wort damals schon?) des Hip Hop Genres: Camr’ron, beispielsweise, in seinem Video “Get ‘Em Girls/Killa Cam,”. Oder Nelly (Gucci) und LL Cool J. Sein modisches Revival feiert der Fischerhut schon seit ein paar Saisons, zu sehen, unter anderem bei WOOD WOOD.

back then: Nelly mit Bucket Hat

today: Wood Wood Bucket Hat

today: Wood Wood Bucket Hat

Racing Trend

Kurz nachdem wir – entgegen der düsteren Prophezeiung diverser, obskurer Sekten – die Jahrtausendwende doch noch irgendwie halbwegs überlebt (Kater, Depressionen vom Speed) haben, kam der Racing Trend: Man trug knöchelhohe PUMA CAT Racing Schuhe zu Rennfahrerjacken. Die Formel 1 war damals hierzulande – dank Michael Schumacher – noch immer einflussreiches Massenphänomen, welches auch die Mode prägte. Selbst modisch nicht besonders versierte “Normalos” trugen Rennfahrerjacken in den Dorfdiscos. Bei Marc by Marc Jacobs (FW 2014) gab es dann erstmalig wieder vom Rennsport inspirierte Designs zu sehen. SUPREME, ALYX, Been Trill und kürzlich 032c (Motocross Shirt) folgten.

back then: Racing

today: 032 Design

today: Racing Trend

Pimped Jeans

Bevor uns der Megatrend “Skinny-Jeans” überrollte, war in puncto Jeans alles erlaubt: Patches, Nieten, bunte Stickereien, Totally-Destroyed oder kiloweise Strass, mit dem die Hosen damals bis zur Perfektion verziert wurden. Es waren die goldenen Zeiten von Marken wie True Religion, deren Design-Team allem Anschein nach ein Großteil seiner Zeit damit verbrachte sich eine originelle Verzierung für die Hosentaschen auszudenken. Wenn man sich die Jeansmode der letzen Jahre anschaut, dann fällt auf, dass wieder viel geht: das italienische It-Label GCDS verziert quasi die ganze Jeans mit Patches. Levi’s perfektioniert die “Customization”, in dem sie auf allen Events, auf denen sie einen Stand haben, Influencer mit Patches, Nieten etc. dabei unterstützen – ihren 501’s einen individuellen Touch zu verleihen. Oder man denke nur an das Label der Stunde – GUCCI: ein Overload an Stickereien auf all ihren Hosen.

today: GUCCI
today: GUCCI
today: GCDS Jeans

Category: Trends

Tags: Britney Spears, Justin Timberlake, True Religion

Von: David Kurt Karl Roth

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